Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 05.12.2017
Christoph 80 bleibt auch künftig nachts auf dem Boden

05.12.2017 - Dr. Achim Nemsow aus Mitterteich hatte im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung angeregt, sich dafür einzusetzen, dass der in Latsch stationierte Rettungshubschrauber auch nachts in die Luft gehen darf. Die neue Ärztliche Leiterin Rettungsdienst, Dr. Gudrun Graf, sieht aber im Moment keinen Bedarf.

Dieser Meinung schließen sich der Verbandsvorsitzende, Landrat Andreas Meier, und Geschäftsleiter Alfred Rast an. Sie sehen derzeit auch keine Chance auf die Zustimmung der Krankenkassen. Diese müssen die Einsätze bezahlen. Kostet der Tagflug 2,6 Millionen Euro im Jahr, würde der 24-Stunden-Einsatz 8 Millionen verschlingen. Allerdings will der Verband im Zuge des Gutachtens für die künftige Notarztversorgung im Rettungsdienstbezirk Nordoberpfalz im zweiten Schritt Möglichkeiten und Auswirkungen eines 24-Stunden-Betriebs prüfen lassen. Sollte dieser positiv ausfallen, könnten die Kostenträger eventuell überzeugt werden.

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Kein Glück hatte ein Notarzt mit seinem Antrag auf Zulassung seines neuen Wohnorts Parkstein als weiteren Aufenthaltsort für die Notarzt-Standorte Weiden und Eschenbach. Da Parkstein zum Versorgungsbereich des Notarztstandorts Neustadt gehört, liegt es außerhalb der Versorgungsbereiche der betroffenen Standorte Weiden und Eschenbach. Daher hätten die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB), das BRK als Durchführender des Rettungsdienstes, die Ärztliche Leiterin Rettungsdienst (ÄLDR) Gudrun Graf sowie die Integrierte Leitstelle (ILS) negative Stellungnahmen abgegeben, informierte Rast. Er hält das Ansinnen des Mediziners dazu für nicht zulässig und empfahl dem Gremium, das Gesuch abzulehnen. Dies erfolgte auch einmütig.

Seit der Verlegung der Rettungswache von Waldsassen nach Mitterteich zum 1. Januar 2016 sind die Waldsassener und Neualbenreuther nicht mehr zufrieden mit der Notfallrettung. Allerdings ergab eine Detail-Analyse zur Versorgungssituation, dass die Zwölf-Minuten-Frist in 87,1 Prozent der Fälle eingehalten werde. Damit wären die gesetzlichen Vorschriften erfüllt.

Trotzdem empfiehlt die Detailanalyse zur Bedarfsbemessung der Vorhaltung der Krankentransportwagen eine Aufstockung um 53 Wochenstunden auf 164. Dies beeinflusse indirekt auch die Notfallrettung, da die Rettungswagen nicht mehr für Krankentransporte abgezogen werden. Somit erhöht sich deren Verfügbarkeit für Notfalleinsätze.

Die neue Verteilung wirkt sich auf die Standorte wie folgt aus: minus 2,5 Stunden in Tirschenreuth, plus 19,5 Stunden in Kemnath, plus 36,5 Stunden in Erbendorf, plus 3,5 Stunden in Waldsassen und im Wechsel mit Weiden minus 4 Stunden. Zudem wird die für das dritte Quartal 2018 vorgesehene Nachbetrachtung des gesamten Rettungsdienstbereichs Nordoberpfalz auf das erste Quartal 2018 vorgezogen. Damit waren alle Räte einverstanden.

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