Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 27.01.2011 08:47:44
Integrierte Leitstelle erfordert enorme Vorarbeiten

27.01.2011 - Der Countdown beim Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz läuft: Am 1. April geht in Latsch der neue Rettungshubschrauber Christoph erstmals in die Luft, und in einem Jahr startet der Betrieb der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz. In einer Pressekonferenz im Rotkreuzhaus in Weiden informierten am Mittwoch Vorsitzender Landrat Simon Wittmann, Geschäftsleiter Alfred Rast und Leitstellenchef Herbert Putzer über das erste Jahr der Rettungsleitstelle unter dem Dach des ZRF. Sowohl Wittmann als auch Putzer versicherten, dass die Umstellung reibungslos funktioniert hat. Seit einem halben Jahr laufen im Ostflügel des BRK-Hauses in Weiden die Umbauarbeiten für die Integrierte Leitstelle. Das BRK investiert dafür eine Million Euro. Weitere 3,5 Millionen Euro lässt sich laut Rast der ZRF die Leitstellen-spezifische Erschließung des Gebäudes kosten. Mit der Inbetriebnahme in einem Jahr wird der einheitliche Notruf 112 realisiert.



Im Frühjahr 2012 kommt dann die Einsatzlenkung der Feuerwehr hinzu. Zwei Themen bestimmten 2010 den Betrieb der Leitstelle Nordoberpfalz mit knapp 20 Mitarbeitern: die Feuerwehr-Ausbildung und die Stammdatenerfassung für die künftige Leitstelle. Die komplette nördliche Oberpfalz, inklusive Truppenübungsplatz Grafenwöhr, wird in Alarmzonen eingeteilt, für jeden Ort, für jedes Haus ein Alarmplan erstellt. Bis Ende 2011 müssen mehrere 10 000 Seiten Daten erfasst sein.

Dass 2010 für die Leitstelle ein arbeitsreiches Jahr war, zeigt ein Blick auf die Einsätze. Insgesamt waren es 40 717 das sind noch einmal über 2000 mehr als 2009 und fast 3500 mehr als 2008. Das ergibt pro Tag 111 Termine. Allein im Dezember mussten 3523 Aufträge bearbeitet werden. Der Notarzt musste im vergangenen Jahr 13 716 Mal ausrücken – 1052 Mal mehr als im Vorjahr. In 183 Fällen wurde der Rettungshubschrauber benötigt. Dies wird sich ab April ändern. Ein Gutachten erwartet mehr als 1000 Helikopter-Einsätze jährlich, weil sie in vielen Fällen den schnellsten Nortarztzubringer darstellen. Trotz der Stationierung des Hubschraubers bleiben alle sieben Notarzt-Standorte in Weiden sowie in den Kreisen Neustadt/WN. und Tirschenreuth erhalten.

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Bericht: Martin Staffe (Der Neue Tag)
Bild: Jürgen Wilke (Rundschau)

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