Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 31.05.2011 08:32:28
Brand von 2 Hektar Unterholz

30.05.2011 - Es sind Szenen, die man eigentlich eher aus den USA kennt: riesige Waldflächen die in Flammen stehen. Doch auch in unseren Breiten nimmt die Waldbrandgefahr immer mehr zu. Für den Landkreis Tirschenreuth gelten seit Wochen die Gefahrenstufen drei und vier auf der fünf-stufigen Warnskala des Deutschen Wetterdienstes. Die lange Trockenheit und der wenige Regen haben den Waldboden und die Bäume ausgedörrt. In der Nacht zum Dienstag ging nun in der Nähe von Querenbach ein Waldstück in Flammen auf.



Um 22.18 Uhr wurde die Leitstelle Nordoberpfalz über den Waldbrand informiert. In der Nähe der Pfudermühle bei Querenbach (Nähe Waldsassen, Kreis Tirschenreuth) solle ein Waldstück brennen. Zur Absicherung der Löscharbeiten schickten die Disponenten den BRK-Rettungswagen aus Waldsassen und BRK-Einsatzleiter Daniel Herzberg dorthin. Doch es war diesmal nicht der kleine Flächenbrand, der in der Region doch öfter einmal vorkommt. Mindestens ein Hektar Wald standen in Flammen. Ein Risiko für die Feuerwehren und vor allem war klar: es wird eine lange Nacht.

Deshalb alarmierte die Leitstelle Nordoberpfalz weitere Sonderdienste.
Zur Sanitätsabsicherung wurde die Schnelleinsatzgruppe des BRK Waldsassen alarmiert. Sie rückte mit einem Rettungs- und einem Krankenwagen sowie zwei Mannschaftswägen an. Die Unterstützungsgruppe der Sanitätseinsatzleitung registrierte Helfer und kümmerte sich um die Kommunikation. Aus Wiesau kam die Mobile Unfallnachsorge des BRK. Dieser Fachdienst stellt die Versorgung der Helfer mit Essen und Trinken sicher. Zudem war ein Fahrzeug der Schnelleinsatzgruppe "Technik und Sicherheit" vor Ort. Diese Rotkreuzler sorgen für Strom und Licht. Insgesamt war das BRK mit 28 Helfern an der Einsatzstelle.



Die Einsatzkräfte des BRK positionierten sich etwas Abseits des Brandherdes. Die Feuerwehren mussten mit Güllefässern Wasser an die Einsatzstelle schaffen. Um sich nicht im Weg zu stehen, wurde ein Bereitstellungsraum etwas entfernt in Kauf genommen. Über 100 Feuerwehrleute versuchten seit 21:30 Uhr den Wald zu löschen. Vor Ort waren sind die Wehren aus Waldsassen, Querenbach, Neualbenreuth, Wernersreuth-Hardeck, Pfaffenreuth und Mitterteich. Von verschiedensten Seiten versuchten sie dem Waldbrand Herr zu werden. Wasser muss dazu jedoch wie erwähnt teils mit Güllefässern bis zu dem Waldstück gebracht werden. Es gelang  den Einsatzkräften, nach rund 2 Stunden das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Der Brand hatte sich auf rund 2 Hektar ausgebreitet. Anschließend mussten immer wieder auflodernde Glutnester abgelöscht werden. Die Einsatzleitung hatte Kreisbrandinspektor Lorenz Müller aus Waldsassen.

Für die Rettungs- und BRK Sonderdienste war der Einsatz um 2:57 Uhr beendet. Außer einer ambulanten kleinen Wundversorgung bei einem Feuerwehrmann gab es für den Sanitätsdienst nichts zu tun.

Bericht: Peter Astashenko
Bilder: bk-media.de

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