Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 02.04.2011 10:41:44
Retter kommen jetzt auch aus der Luft

01.04.2011 - „Gewinner sind die Bürger in der Nordoberpfalz.“ Prof. Dr. Christian Lackner brachte es in seinem Grußwort auf den Punkt. Sein Gutachten war vor zwei Jahren ausschlaggebend dafür, dass „Christoph 80“ am 1. April in Betrieb ging. Der „Weiße Fleck“ in der Luftrettung in Nordbayern ist nun geschlossen. „Auch dank der Krankenkassenverbände“, ergänzte Lackner. Denn nachdem festgestellt wurde, dass dringend etwas getan werden muss, sagten die Krankenkassen zu, dies auch zu finanzieren. Mit einem kleinen Festakt nahm der neue Rettungshubschrauber nun am Flugplatz Latsch bei Weiden seinen Dienst auf. Betreiber ist die DRF Luftrettung. Der Hubschrauber vom Typ EC 135 trägt deshalb die typische rot-weiße Lackierung.


(v.l.n.r.): Dr. Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand DRF Luftrettung; Dr. Harald Hollnberger, Vorstandsassistent, Klinikum St. Marien Amberg, Dr. Funk: Chefarzt der Anästhesie, Klinikum St. Marien Amberg; Steffen Lutz, Vorstand DRF Luftrettung; Dr. Manfred Hausel, Ärztlicher Direktor, Kliniken Nordoberpfalz; Simon Wittmann, Vorsitzender des Zweckverbands Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz; Wolfgang Lippert, Landrat des Landkreises Tirschenreuth und Kurt Seggewiß, Oberbürgermeister von Weiden

Viel Lob – unter anderem von DRF-Vorstand Steffen Lutz - gab es vor allem für den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz. Nur durch die sehr gute Arbeit von Geschäftsleiter Alfred Rast und seinem Team sei es möglich gewesen in weniger als einem Jahr nach der Standortentscheidung den Hubschrauber in Betrieb zu nehmen. Die Vertreter der drei Gebietskörperschaften - Landrat Simon Wittmann, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Landrat Wolfgang Lippert - brachten ihre Freude über die Verbesserung der Notfallversorgung zum Ausdruck. Lippert bedankte sich ausdrücklich für die Gemeinden Bärnau, Mähring, Neualbenreuth und die Stadt Waldsassen, die nun erstmal im 60-Kilometer-Radius eines Rettungshubschraubers sind. 60 Kilometer entsprechen etwa 15 Flugminuten und gelten als Berechnungsgröße für die Planung von Hubschrauberstandorten. Ministerialrat Karl Hofmann, der Bayerns Innenminister Joachim Hermann vertrat, hoffte, dass der neue Rettungshubschrauber auch der sich ändernden Krankenhauslandschaft Rechnung trägt. Luftrettung werde immer wichtiger, da die Wege zu geeigneten Kliniken immer weiter werden.



Den ersten Einsatz hatte „Christoph 80“ übrigens genau in dem Moment in dem Pfarrer Andreas Ruhs (Evangelisch-lutherische Gemeinde Neunkirchen-Mantel) und Pfarrer Armin Spießl (Katholische Gemeinde St. Dionysius Weiden-Neunkirchen) ihren Segen beendeten. Als Pfarrer Spießl sein Weihwasserröhrchen zuschraubte, krächzte der Piepser. Der erste Einsatz führte das Rettungsteam bestehend aus Dr. Jürgen Altmeppen, Rettungsassistent Dominic Fischer, Pilot Otto Hartmann und Supervisor Thomas Zecho nach Neunburg vorm Wald zu einem internistischen Notfall.


Die HCM von Christoph 80: (v.l. Robert Schmid, Thomas Schöner, Gerhard Steinbach, Dominic Fischer und Peter Astashenko)

Den besten Wunsch hatte schließlich noch der Leitstellenleiter aus Amberg, Andreas Uber, für die Rettungsteams von „Christoph 80“: „Allzeit eine gute Landung, mit den Rotorblättern nach oben.“ Dem können wir uns nur anschließen.

Bericht: Peter Astashenko
Bilder: Jürgen Meyer

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