Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 05.03.2014 17:11:44
Tiefe Betroffenheit

05.03.2014 - Der Absturz eines Rettungshubschraubers an der Ostsee vom 28.02.2014 hat auch in Weiden Entsetzen ausgelöst. Einer der Toten ist der 53-jährige Otto Hartmann, der von 2011 bis 2013 die Luftrettungsstation der DRF Luftrettung in Weiden aufgebaut und geleitet hatte.

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Tief betroffen zeigen sich die Mitarbeiter der Einrichtungen, die mit Hartmann während seines Aufenthalts in Weiden zusammengearbeitet haben. Herbert Putzer, Leiter der Integrierten Leitstelle (ILS), beschreibt den Piloten als "zuverlässig, akkurat, offen". Er sei er auf jeden eingegangen, "war der umsichtigste Pilot, den ich gekannt habe". Hartmann, erster Stationsleiter, "hat den ersten Flug bei uns gemacht". Sehr freundlich sei er gewesen, sagt Putzer, bei den Leuten und dem Team der ILS Nordoberpfalz überaus beliebt.

Beim Frühstück habe er von dem Unglück gelesen, erzählt der ILS-Chef. "Ich habe mir zwar gedacht: Ist da nicht der Otto oben?" Dennoch hat er nicht gleich das Schlimmste angenommen. Zehn Minuten später aber dann die Gewissheit: Der jetzige Stationsleiter Jochen Huber habe ihm Bescheid gegeben, erzählt Putzer weiter. "Ich bin sehr erschrocken und tief getroffen."

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Zwar habe er Otto Hartmann nur flüchtig gekannt, dennoch "ist das schon erschreckend", sagt Peter Lischker, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK-Verband Weiden-Neustadt. Viele Rot-Kreuz-Mitarbeiter hätten den Piloten gekannt. "Es herrscht tiefe Betroffenheit." Die DRF hat die BRK-Mitarbeiter direkt über den Hubschrauberabsturz unterrichtet. Lischker über Hartmann: "Er war ein freundlicher und angenehmer Ansprechpartner der DRF." Andere ehemalige Kollegen von der DRF in Weiden und des Klinikums wollten sich zu dem tragischen Unfall nicht öffentlich äußern - aus Mitgefühl mit den Hinterbliebenen.

Hintergrund
Der speziell für den Offshore-Einsatz ausgerüstete Hubschrauber "Christoph-Offhore 2" vom Typ BK 117 war vom Flugplatz Güttin (Mecklenburg-Vorpommern) auf der Insel Rügen gestartet. Er hatte eine spezielle See-Ausstattung und konnte bei Windstärken bis zu rund 100 Kilometer pro Stunde starten. Die Station war erst im Oktober 2013 eingerichtet worden. Hintergrund ist die Errichtung von Offshore-Windparks (Baltic 2) in der Ostsee, in deren Verlauf Hunderte Menschen auf Baustellen tätig sind und in Notfällen rasch Hilfe benötigen. Drei Retter kamen beim Absturz vor der Ostseeküste am 28. Februar dabei ums Leben: Otto Hartmann, ein 47-jähriger Notarzt aus Mecklenburg-Vorpommern und ein 45-jähriger Rettungsassistent aus Sachsen. Der 47-jährige zweite Pilot aus Rheinland-Pfalz überlebte. Hartmann galt mit fast 7000 Flugstunden als äußerst routinierter Pilot. Die Ursachen des Absturzes während einer Routineübung sind immer noch unklar. Im Online-Kondolenzbuch der DRF haben bereits viele ihre Anteilnahme bekundet.

Die DRF-Rettungshubschrauber absolvieren jährlich rund 38.000 Einsätze - seit Gründung im Jahr 1973 waren es rund 700.000 Einsätze.

Bericht: Der Neue Tag/ILS
Bilder: ILS Nordoberpfalz und DRF Archiv

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