Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 04.08.2013
Heftige Gewitter über der Nordoberpfalz

04.08.2013 - Ein heftiges Sommergewitter mit starken Sturmböen und heftigem Starkregen zog am Sonntagnachmittag zwischen 15:50 Uhr und 17:00 Uhr über Teile der Nordoberpfalz. Besonders heftig erwischte es dabei den südlichen und östlichen Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Innerhalb von einer Woche in es das zweite schwere Gewitter dieser Art im Bereich der ILS Nordoberpfalz.

Sturmböen beschädigten mehrere Häuser und Scheunen, knickten etliche Strom- und Telefonleitungen wie Streichhölzer um. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder abgebrochen und blockierten die Straßen. Die Bahnstrecke Weiden – Regensburg, aber auch die BAB A93 im Bereich Luhe-Wildenau, musste vorübergehend gesperrt werden, da Bäume die Fahrbahn oder Schienen blockierten. Mehrere PKW wurden durch umstürzende Bäume beschädigt. Überflutete Fahrbahnen und vollgelaufene Keller wurden ebenfalls gemeldet.

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Zeitweise kein Durchkommen gab es unter anderem auf der Bundesstraße B22 bei Michldorf und auf den Kreisstraßen bei Eslarn, Vohenstrauß, Böhmischbruck und Waidhaus. Ortsteile von Irchenrieth und Luhe waren mehrere Stunden ohne Storm. Bei einem Jugendzeltlager in Luhe bemühten sich die Helfer um Notquartiere, nachdem das Unwetter die Zeltstadt beschädigte. Feuerwehren mussten mehrere Supermärkte mit Strom versorgen, damit die Kühlkette für Lebensmittel, nicht unterbrochen wird.

Unter der Leitung von Leitstellenleiter Herbert Putzer und Schichtleiter Stefan Kloss arbeiteten 14 Disponenten und Telefonisten die Ereignisse bis kurz nach 18:30 Uhr ab. Dabei wurden Sie von Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer aus Kaltenbrunn und THW Fachberater Thomas Schiller aus Weiden an der Lagekarte unterstützt.

Bei der Integrierten Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz gingen zwischen 15:50 Uhr und 18:30 Uhr 278 Notrufe ein. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) hatten 152 Einsätze abzuarbeiten. Unklar ist zur Stunde noch das genaue Ausmaß der Schäden, da ein kompletter Überblick erst im Laufe des Montags möglich sein wird. Viele Einsätze für die Feuerwehren wurden auch direkt den örtlichen Feuerwehren gemeldet, so dass die Zahl, der von den Helfern abgearbeiteten Einsatzorten, bei weit über 180 liegen dürfte.

Vier Personen wurden in Pleystein, in einer Freizeiteinrichtung, durch einen umgestürzten Baum leicht verletzt und in ein Klinikum verbracht.

Bild: Simone Knauer

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