Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 22.09.2011 21:54:19
Verkehrsunfall mit drei Toten bei Wieselrieth

22.09.2011 - "Verkehrsunfall, eine Person eingeklemmt, mehrere Verletzte" - mit dieser Meldung begann um 14.39 Uhr ein Einsatz auf der Bundesstraße 22 bei Wieselrieth (Kreis Neustadt/WN). Am Ende waren ein Ehepaar aus dem Raum Passau und deren 21-jähriger Sohn tot, ein LKW-Fahrer leicht verletzt. 

Als die Disponenten der Leitstelle Nordoberpfalz die Meldung erhalten alarmieren sie sofort die Rettungswagen des BRK Vohenstrauß und Weiden, die Notärzte aus Weiden und Vohenstrauß sowie BRK Einsatzleiter Bernhard Kick aus Weiden. Zudem wird der Rettungshubschrauber "Christoph Regensburg" alarmiert. (Christoph 80 aus Weiden war in Bayreuth im Einsatz.)

Während der Anfahrt überschlagen sich die Meldungen, erzählt der Einsatzleiter im Nachgang. Anfangs wird gemeldet, dass ein Kind beteiligt sei, dann kommt die Meldung es gibt einen Toten, einen Schwerstverletzten und einen weiteren Verletzten. Zur Sicherheit wird noch der Leitende Notarzt und die Unterstützungsgruppe der Sanitätseinsatzleitung alarmiert. Bei Einsätzen mit mehr als drei Notärzten ist dies Standard.



Das diese Lagemeldungen so unterschiedlich sind, liegt am Unfallereignis selbst. Ein Brummi war von Weiden kommend auf der B22 Richtung Cham unterwegs. Auf Höhe der Wieselriether Kreuzung mündet die Auffahrt der A6 in die Bundesstraße. Ein Auto besetzt mit einer 3-köpfigen Familie fährt von der Autobahn ab und auf die Bundesstraße. Der LKW-Fahrer hat keine Chance und rammt frontal das Auto. Beide Fahrzeuge schleudern in den Graben, der Laster stürzt um und kommt im Graben zum Liegen. Darunter begraben: das Auto.

Keinem der ersteintreffenden Rettungskräfte ist es möglich, sich ein vollumfassendes Bild zu machen, wer noch in dem Auto sitzt. Die Feuerwehreinsatzzentrale hat zu diesem Einsatz die Feuerwehren aus Vohenstrauß, Tännesberg, Lerau alarmiert. Später noch die Wehren aus Michldorf, Leuchtenberg, Wernberg und das Technische Hilfswerk aus Weiden.

Den Wehren gelingt es das Auto unter dem Laster hervorzuziehen. Und es zeigte sich ein schreckliches Bild. Die drei Pkw-Insassen wurden bei dem Verkehrsunfall im Fahrzeug eingeklemmt und konnten durch die Rettungskräfte nur noch tot geborgen werden. Sie hatten durch den Aufprall schwerste Kopfverletzungen erlitten. Die Feuerwehr schnitt die Leichen aus dem Fahrzeug und kümmerte sich um die Bergung des LKW's.

Der 48-jährige Brummifahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Er wurde von einem Rettungswagen in ein Klinikum gebracht.

Bericht: Peter Astashenko
Bild: bk-media.de

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