Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 23.07.2014 09:25:38
Andreas Meier neuer Vorsitzender

23.07.2014 - Die Führung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz bleibt auch nach der Ära Simon Wittmann in Neustädter Hand. Die Verbandsversammlung wählte am Mittwoch, 23.07.2014 Landrat Andreas Meier zum neuen Vorsitzenden.

Geschäftsführer Alfred Rast gab ein Schreiben von Kurt Seggewiß vom 7.Juli bekannt. Der Weidener Oberbürgermeister schlug Meier als neuen Vorsitzenden vor. Der Windischeschenbacher  war der einzige Kandidat und erhielt in geheimer Wahl elf Stimmen. Ein Wahlzettel war ungültig. Alle Räte wählten den Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert zum ersten Stellvertreter. Auf Seggewiß als zweiten Stellvertreter entfielen elf Stimmen, eine war ungültig.

23072014_Altenstadt_Verbandsversammlung_ZRF

Abschied und Neuanfang beim Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz: Der Neustädter Landrat Andreas Meier (Fünfter von rechts) ist neuer Vorsitzender, der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert (Vierter von links) und der Weidener OB Kurt Seggewiß (Zweiter von links) sind seine Stellvertreter. Verabschiedet wurden: Simon Wittmann, Franz Fink, Josef Zilbauer, Gerd Werner (von rechts) und Michael Heldwein (links), Helmut Ruhland (Dritter von links) und Franz Baierl (Fünfter von links).

Hubschrauber und ILS
Zuvor hatte Wittmann in seiner letzten Sitzung in einem kurzen Rückblick auf seine siebenjährige Amtszeit von einem Qualitätssprung im Rettungsdienst und in der Rettung von Menschenleben berichtet. Die Integrierte Leitstelle sei geschaffen worden, und nach 30-jährigen Bemühungen sei der Rettungshubschrauber Wirklichkeit geworden.

Aktuell liefen die Vorbereitungen für den Digitalfunk. „Es war manchmal nicht einfach, aber ich habe es gern gemacht“, sagte Wittmann, „weil die Arbeit den Menschen gedient hat“.

Umfangreichster Punkt der öffentlichen Sitzung war der Aufbau des BOS-Digitalfunks. Die Anbindung an die ILS Nordoberpfalz wird um fast 154 000 Euro teurer und kostet jetzt über 800.000 Euro. Die Regierung von Schwaben, die für das Projekt bayernweit zuständig ist, hatte die Zuschüsse gekürzt.

Daraufhin hatte Geschäftsführer Rast protestiert und den Schwaben mitgeteilt, dass es nicht Aufgabe eines kommunalen, aus Umlagen finanzierten Zweckverbandes sein könne, Fördermittel des Freistaates Bayern bis zur endgültigen Prüfung des Verwendungsnachweises vorzufinanzieren. Das Projekt, so drohte Rast, werde bis zur Entscheidung
ausgesetzt.

Die Regierung von Schwaben antwortete noch nicht, dafür schickte das Innenministerium, das für den Digitalfunk offenbar Gas gibt, eine eMail: Es werde zusätzlich 119.000 Euro überweisen. Die offenen 42.500 Euro kann der ZRF laut Rast aus den Rücklagen finanzieren. Damit waren die Räte einverstanden, der Auftrag kann vergeben werden. Der Verbandsvorsitzende wird dazu ermächtigt.

Über 1600 Geräte
Im Zuge der Einführung des Digitalfunks muss eine Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB) eingerichtet werden. Sie muss unter anderem die hochtechnischen Funkgeräte – insgesamt über 1600 – bei den einzelnen Feuerwehren updaten, reparieren, technische Störungen beheben und vieles mehr.

Der Zweckverband ist bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn das die Verbandsmitglieder wollen. Der Landkreis Neustadt hat bereits zugestimmt, für Tirschenreuth wird Landrat Lippert dies dem Kreisausschuss empfehlen. Auch der Weidener Stadtrat hat das Thema auf der Tagesordnung. Allerdings, so OB Seggewiß, könnte diese Aufgabe auch die Feuerwache erledigen – noch dazu billiger.

In Bayern die Ersten
Eine wesentliche Änderung gibt es beim Krankentransport. Damit ist nicht gemeint, dass die Krankenwagen künftig im Raum Tirschenreuth 3,5 Wochenstunden mehr zur Verfügung stehen, sondern die Umstellung auf flexiblere Einsatzzeiten. Als erster in Bayern stellt der ZRF seine Krankentransporte auf gleitende Vorhaltezeit um. Mit Zeitkontingenten sollen die Wartezeiten für die Patienten kürzer werden. Das heißt: Zu unfallträchtigen Zeiten können mehr Krankenwagen ausrücken.

Quelle: Oberpfalznetz.de (bearbeitet)

 

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