Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 21.05.2011 18:24:12
Tödlicher VU bei Tirschenreuth und Brand bei A.T.U.

21.05.2011 - Eine unruhige Nacht liegt hinter den Disponenten der Leitstelle Nordoberpfalz. Um 23.06 Uhr erreichte die Leitstelle die Nachricht über einen schweren Verkehrsunfall Höhe Zeidlweid am Ortseingang von Tirschenreuth. Anfangs war die Lage noch unklar. Unverzüglich wurden die BRK-Rettungswagen aus Tirschenreuth und Waldsassen alarmiert, dazu die Notärztin Dr. Sabine Pukis, die in Tirschenreuth Dienst hatte, und Dr. Kurt Fortelny aus Waldsassen. Bereits um 23.10 Uhr, als vier Minuten nach dem Eingang des Notrufes, traf der erste Rettungswagen an der Unfallstelle ein. "Zwei Autos frontal zusammengestoßen, zwei Personen eingeklemmt und schwerst verletzt", war die erste Lagemeldung. Die Leitstelle alarmierte daraufhin noch Michael Heldwein aus Thanhausen als BRK-Einsatzleiter und kurze Zeit späte den nachtflugtauglichen Rettungshubschrauber "Christoph Regensburg" der HDM Luftrettung.



Was war passiert? Eine 18-Jährige war mit ihrem Fiat aus Richtung Mähring kommend Richtung Tirschenreuth unterwegs. Höhe des Weilers Zeidlweid kam ihr Auto scheinbar ins Schleudern und knallte gegen den Wagen eines 47-Jährigen der Richtung Mähring unterwegs war. Dieser konnte nicht mehr ausweichen und prallte genau in die Seite des Fiat der 18-Jährigen. Ihr Auto überschlug sich mehrfach und blieb auf dem Dach liegen. Beide waren eingeklemmt.

Während sich die Feuerwehren aus Tirschenreuth, Matzersreuth und Mitterteich an die Befreiung der beiden Schwerverletzten machten, versuchten Notärzte und Rettungsassistenten den Mann und die junge Frau zu stabilisieren. Nach der Befreiung des Mannes wurde er erstversorgt und zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Dort zeigte sich dann das gesamte Ausmaß seiner schweren Beinverletzungen. Er wurde daraufhin unverzüglich in ein Klinikum weiterverlegt und Notoperiert.



Die 18-Jährige hatte schwerste Verletzungen erlitten. Zwei Notärzte (der zweite vom mittlerweile für die Patientin eingetroffenen "Christoph Regensburg") kämpften um das Leben der jungen Frau. Nach einer ersten Stabiliserung und Narkose sollte versucht werden, im Krankenhaus Tirschenreuth eine erste orientierende Röntgen-Untersuchung durchzuführen und die 18-Jährige soweit zu stabilisieren, dass eine Verlegung in eine Spezialklinik möglich ist. Ihr Kreislauf brach dabei immer wieder ein. Die Verletzungen waren zu schwer und so versagten schließlich alle Rettungsversuche. Die 18-Jährige starb schließlich im Krankenhaus.

Um 2.14 Uhr wurde der Leitstelle Nordoberpfalz schließlich ein Brand im Recyclingwerk von A.T.U. am Brandweiher in Weiden gemeldet. Diese beorderte einen Rettungswagen des BRK und BRK-Einsatzleiter Bernhard Kick aus Weiden an die Einsatzstelle. Sie sollten die Arbeit der Feuerwehr absichern. Da die Länge des Einsatzes unklar war, wurde noch die Schnelleinsatzgruppe des BRK Weiden alarmiert. Diese rückte mit zwei Fahrzeugen an, konnte jedoch schon bald wieder abrücken. Die Feuerwehr hatte den Kabelschwellbrand dann doch schnell unter Kontrolle. Einsatzende war um 3.24 Uhr.
Bereits am Mittwoch morgen hatte es in dem Werk gebrannt. Hier war BRK-Einsatzleiter Rüdiger Ubrig und zwei Rettungswagen des BRK im Einsatz. Auch hier gab es keine Verletzten und die Feuerwehr hatte das Feuer schnell unter Kontrolle.

Bericht: Peter Astashenko
Bilder: Bernd Kropf (bk-media.de)

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