Zweckverband für Rettungsdienst und
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Meldung vom 29.05.2011 14:23:37
Absturz am Räuberfelsen (Landkreis Tirschenreuth)

28.05.2011 - Gegen 17:38 Uhr war ein 55-jähriger aus Kulmbach mit seiner Partnerin am etwa 30 Meter hohen Räuberfelsen in Pfaben bei Erbendorf (Landkreis Tirschenreuth), um in diesen einzusteigen. Der Räuberfelsen ist ein großer Granitblock, der vor allem bei Kletterern beliebt ist. Der Schwierigkeitsgrad liegt etwa bei IV und reicht bis X+. Seinen Namen hat der Räuberfelsen angeblich von Räubern, die sich früher dort immer herumtrieben - zumindest behauptet das eine Sage.
Der Kulmbacher kletterte voraus um die Sicherungshaken anzubringen. In einer Höhe von 14 Meter verlor er plötzlich den Halt und fiel 5 Meter in die Tiefe, bis er durch seine Partnerin mit dem Seil aufgefangen werden konnte.



Durch den Fall pendelte der Mann im Seil und prallte dabei mit dem Kopf gegen einen massiven Felsvorsprung. Da er keinen Schutzhelm trug, verlor er durch den Anstoß das Bewusstsein und musste von herbeieilenden Ersthelfern aus dem Seil gerettet werden.

Die anderen Mitglieder der privaten Klettergruppe verständigen die Leitstelle Nordoberpfalz in Weiden. Unverzüglich rückten acht Helfer der Bergwacht Fuchsmühl, der Rettungswagen der BRK-Rettungswache Erbendorf sowie der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung "Christoph 80" aus. Sie übernahmen gemeinsam die Erstversorgung des schwer verletzten am Unfallort.

Er hatte schwere Kopf- und Schnittverletzungen erlitten. Nachdem der Mann durch den Notarzt stabilisiert war, brachte der Weidner Rettungshubschrauber ihn in ein Klinikum.

Für die Ermittlungen zum genauen Hergang des Unglücksfalles wurde von der Polizeiinspektion Kemnath der Sachbearbeiter für Bergunfälle mit eingebunden. Nach ersten Erkenntnissen der ermittelnden Beamten kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden.

Bericht: Jürgen Meyer
Bild: Bergwacht Fuchsmühl

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