Zweckverband für Rettungsdienst und
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Meldung vom 08.09.2010 08:55:08
Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Vohenstrauß erhält Segen

08.09.2010 - Manchmal braucht es viel Geduld und viel Engagement, um ein großes Ziel zu erreichen. Ein großes Ziel und langgehegter Wunsch der Feuerwehr war das neue Einsatzfahrzeug LF 20/16, das am Samstag, 04.09.2010 den kirchlichen Segen erhielt. Zugleich konnte auch die neue Halle am Fluderweg eingeweiht werden, die mit beachtlicher Eigenleistung der Mitglieder in den vergangenen elf Monaten entstanden ist.

Für Fahrzeug (355.935,00 Euro) und Hallenneubau (176.862,41 Euro) gab die Stadt insgesamt über eine halbe Million Euro aus. Freistaat Bayern (80.000 Euro) und Landkreis Neustadt/WN (24.000 Euro) gewährten rund 100.000 Euro an Zuschüssen.

  
Mit einem Gottesdienst in der katholischen Stadtpfarrkirche, den das große Vereinsorchester aus Waidhaus unter Leitung von Hermann Mack gestaltete, gedachten die Feuerwehrleute zuerst aller verstorbenen Kameraden und dankten für einen unfallfreien Bauverlauf. Bei Anbruch der Dunkelheit formierte sich ein langer Festzug in Richtung Gerätehaus. Allein 18 Fahnenabordnungen von Feuerwehren aus dem ganzen Umkreis nahmen daran teil. Schier überwältigt zeigte sich Vorsitzender Peter Grosser in der neuen Fahrzeughalle vor dem neuen und mit Blumen geschmückten Einsatzfahrzeug über die Verbundenheit der Nachbarwehren.

"Mit der Segnung des Gerätehausanbaus geht eine lange Zeit der räumlichen Enge zu Ende", freute sich der Vorsitzende. Offiziell werde auch das neue hochmoderne Löschfahrzeug LF 20/16, ein Mercedes von der Firma Rosenbauer aufgebaut, in Betrieb genommen. Stadtpfarrer Alexander Hösl unterstrich, dass das Ehrenamt in Vohenstrauß großgeschrieben werde. "Wir brauchen keine Kopien, sondern Originale, die das christliche Leitbild unter die Menschen bringen."

Einen Eimer Wasser und ein Feuerzeug, zwei Dinge, die bei der Feuerwehr eine große Rolle spielten, brachte der evangelische Stadtpfarrer Peter Peischl mit zur Segnung. Bei aller Technik, aller Übung, allen Vorschriften und übertriebenen Bürokratismus - es gebe auch Grenzen, mahnte Pfarrer Peischl. Solch ein Anbau oder Fahrzeug sei auch ein Stück Daseinsvorsorge, zielte er in Richtung Kritiker.

Hinter dem Fahrzeug verberge sich mehr, als sich Laien vorstellen könnten, sagte stellvertretender Landrat Horst Frötschl. Es sei ein hochtechnisiertes Fahrzeug für den gesamten Landkreis und deren Bürger. Freilich wäre es besser, wenn das Fahrzeug nie zu einem Ernstfall ausrücken müsste. "Es ist ein einsatzfähiges Fahrzeug, dem es an nichts fehlt", so Frötschl, als er ein Geldgeschenk an Grosser überreichte.

Seine Gratulation übermittelte auch Kreisbrandrat Richard Meier. Vor allem galt sein Dank Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Sein Verständnis und sein Entgegenkommen seien keine Selbstverständlichkeit. Beim LF 20/16 handle es sich um ein Prunkstück, um ein Top-Fahrzeug, das alle Einsätze bewältigen könne. Vohenstrauß werde auch überörtlich bei Ernstfällen angefordert. Allerdings unterstrich Meier auch, dass jede noch so kleine Feuerwehr gebraucht werde.

Bürgermeister Wutzlhofer zeichnete noch einmal chronologisch den Weg vom Beschluss bis zur Abholung des Fahrzeugs auf. Knapp ein Jahr nach dem Richtspruch könne auch die Fertigstellung der Halle gefeiert werden. "Was hier an Engagement und mit viel Geduld geleistet wurde, ist beispielhaft und verdient höchste Anerkennung." 44 Feuerwehrkräfte ließen sich von der Sache begeistern und legten unentgeltlich Hand an, informierte das Stadtoberhaupt. "Das Gerätehaus konnte nur durch den Einsatz aller als Gemeinschaftswerk gelingen und die Kosten senken. 9000 Euro steuerte auch der Feuerwehrverein für diesen Zweck bei." Für die geplante Nachfeier aller Helfer sagte Wutzlhofer deswegen bereitwillig finanzielle Unterstützung zu.

Mit der Schlüsselübergabe von Wutzlhofer an Kommandant Günter Sommer endete die offizielle Segensfeier. Sommer händigte dann den Schlüssel sofort an Gerätewart und Maschinistenausbilder Markus Süss aus.

Bericht: Elisabeth Dobmayer
Bild: Jürgen Meyer

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