Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 08.07.2010 19:50:52
Suchaktion bei Neualbenreuth (Kreis Tirschenreuth) endet erfolglos

08/09.07.2010 - Am Donnerstag, 08. Juli 2010 gegen 6 Uhr morgens stellte die Ehefrau des 81-Jährigen fest, dass er nicht im Hotelzimmer ist. Gegen 7 Uhr wurde der Mann zuletzt in der Nähe des Hotels gesehen. Der Senior ist schwer an Demenz erkrankt und auf Medikamente angewiesen. Da er im Laufe des Vormittages nicht aufgetaucht ist, wurden gegen 11.30 Uhr Polizei und Rettungskräfte alarmiert. Die Rettungsleitstelle des Zweckverbandes begann um exakt 11.30 Uhr damit, Kräfte für eine Suchaktion zu alarmieren. So wurden mehrere Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes aus der Umgebung, der BRK-Rettungswagen aus Waldsassen, die Unterstützungsgruppe der Einsatzleitung aus Weiden, BRK-Einsatzleiter Richard Cruz und die Mobile Unfallnachsorge aus Wiesau alarmiert. Zudem verschiedene Hundestaffeln, die sich aus Helfer des gesamten ostbayerischen Raumes rekrutierten.

Insgesamt waren am Donnerstag rund 85 Helfer des Roten Kreuzes rund um das Hotel unterwegs um den Mann zu suchen, dazu gut 15 Suchhunde, die teils bis aus Dingolfing kamen.

Zu den Helfern des Roten Kreuzes kamen am Donnerstag noch gut 60 Mitglieder von fünf Feuerwehren. Die Polizei rückte mit einer Abteilung der Bereitschaftspolizei an. Sowohl am Mittag, als auch am Abend wurde die Gegend von einem Polizeihubschrauber abgesucht. Allerdings erfolglos. Taucher der Wasserwacht untersuchten alle Gewässer im näheren Umkreis. Die Bergwacht kümmerte sich um unwegsames Gelände. Auch das Hotel wurde insgesamt drei Mal komplett abgesucht. Einige Helfer waren mit Quads in den Fluren und Wäldern unterwegs, um ein noch größeres Gebiet zu erfassen. Um die Versorgung der Einsatzkräfte kümmerte sich die Mobile Unfallnachsorge des Wiesauer Roten Kreuzes. Das Schlosshotel steuerte ebenfalls Essen bei. Am Donnerstag um 23 Uhr wurde der Einsatz jedoch vorerst beendet.

Am Freitag um sieben Uhr wurde die Suche wieder aufgenommen. Mittlerweile hatte Manfred Maurer die Einsatzleitung des BRK übernommen. Diesmal waren drei Suchhundestaffeln mit neun Hunden unterwegs. Nachdem die Gegend am Donnerstag noch mit Suchtrupps abgegangen wurde, wurde diesmal in "Reihe" gesucht, also Wälder und Wiesen systematisch durchkämmt. Das BRK war mit 25 Helfern, die Feuerwehr mit zehn Helfern und die Polizei wieder mit einer Abteilung der Bereitschaftspolizei an der Suche beteiligt. Auch das Hotel wurde ein letztes Mal durchsucht. Für den Fall, dass der Senior die nicht allzuweit entfernte tschechische Grenze passiert hätte, wurde auch die tschechische Polizei von der Vermisstensuche informiert.

Am Freitag gegen 15 Uhr wurde nach abschließender Besprechung die Suchaktion abgebrochen. Wie BRK-Einsatzleiter Manfred Maurer sagte, gibt es kaum mehr Hoffnung den Senior lebend zu finden. "Wir haben alle Möglichkeiten in Betracht gezogen, sogar Gebiete durchsucht, die unwahrscheinlich erschienen. Aber keine Spur."  Auch die Familie des Vermissten wurde über das Ende der Suchaktion informiert. Ein Arzt kümmerte sich um die Ehefrau.

Letzte Aktion wird eine nochmalige Suche mit einem Polizeihubschrauber sein. Allerdings macht der Einsatz der Wärmebildkamera bei den hohen Temperaturen erst am Abend Sinn, wenn der Boden langsam auskühlt und so Wärmequellen erkennbar werden.

      
Bericht: Peter Astashenko
Bilder: Barbara Koppauner

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