Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 23.11.2009 00:00:00
Schwerer Verkehrsunfall bei Mitterteich

23.11.2009 - Normalerweise beginnen um 6.30 Uhr die Tagschichten auf den Rettungswachen im Landkreis Tirschenreuth. Fahrzeuge checken, eine Tasse Kaffee, ein kurzer Plausch, was in der Nacht so passiert ist. Am 23.11.2009 morgens war um 6.34 Uhr allerdings die Ruhe schon vorbei. Der Grund: ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn.

Die Meldung kam eine Minute vorher in der BRK-Rettungsleitstelle in Weiden an. Zwischen den Anschlussstellen Mitterteich-Süd und -Nord auf der A93, Fahrtrichtung Hof, ein Auto gegen die Leitplanke, zwei Personen eingeklemmt.
Sofort wurden die Rettungswagen aus Tirschenreuth und Waldsassen alarmiert. Dazu die Notärzte Achim Nemsow aus Mitterteich und Hans-Jürgen Jokiel aus Tirschenreuth. Der "Helfer vor Ort" Mitterteich rückte ebenso aus, wie Einsatzleiter Hans-Peter Scharf aus Wildenreuth.

Als die ersten Helfer an der Unglücksstelle eintrafen, bot sich ihnen folgendes Bild: Auf der regennassen Autobahn war das Auto zweier Ungarn gegen die Leitplanke gekracht. Das Fahrzeug verkeilte sich dabei zwischen Leitplanke und einem sich dort befindlichen Brückengeländer. Eine weitere Person wurde auf dem Sitz hinter dem Fahrer eingeklemmt. Neben den Karrosserieteilen, wurden die Männer durch Teile des Brückengeländers in ihr Auto gequetscht.

Nach einer Erstversorgung im Autowrack machten sich die Feuerwehren daran, die Karrosserie zu zerlegen. Zeitgleich wurde ein Rettungshubschrauber für den am schwersten Verletzten angefordert. Die Auswahl an Hubschraubern ist so früh am Morgen noch begrenzt, da es noch dunkel war. Normalerweise wäre der Intensivhubschrauber aus Nürnberg angefordert worden, glücklicherweise meldete sich zu diesem Zeitpunkt gerade der Rettungshubschrauber "Christoph 27" in Nürnberg klar und wurde nach Mitterteich geschickt.

Nach gut einer halben Stunde war der Fahrer befreit. Er hat schwere Verletzungen erlitten und wurde nach einer weiteren Versorgung im Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Um 7.34 Uhr - also eine Stunde nach dem Notruf - war auch der Mitfahrer aus den Trümmern befreit. Er wurde noch an der Einsatzstelle in Narkose versetzt. Seine Verletzungen sind wesentlich schwerer als die des Fahrers. Nach Auskunft der Einsatzkräfte besteht aber vermutlich keine akute Lebensgefahr. Um 8.16 Uhr hob schließlich der Rettungshubschrauber mit dem Patienten an Bord in Richtung Klinik ab.

Wie sich erst später herausstellte, befanden sich noch zwei weitere Personen im Fahrzeug. Sie wurden von der Polizei in der Nähe der Unfallstelle aufgegriffen. Beide waren unverletzt.

Beitrag: Peter Astashenko
Bilder: bk-media.de

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