Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 19.09.2010 08:39:49
Verkehrsunfall mit einem Toten und zwei Schwerstverletzten

19.09.2010 - Am Sonntagmittag den 19.09.2010 gegen 12.25 Uhr ereignete sich auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Parkstein und Weiden ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 46-Jähriger in seinem BMW verbrannte. In einem mit vier Personen besetzten Kleinwagen erlitten die Fahrerin und deren 9-jähriger Sohn lebensgefährliche Verletzungen. Ein weiterer Sohn im Alter von 6 Jahren und ein Beifahrer wurden mit mittelschweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Zudem mussten zwei Frauen, die als Ersthelfer tätig wurden, wegen Schock behandelt werden.

Der Unfall ereignete sich, als ein 46-Jähriger mit seinem BMW in Richtung Weiden fuhr und mit einem entgegenkommenden Opel Corsa zusammenprallte. Nach Aussagen von hinzukommenden Verkehrsteilnehmern fing der BMW Feuer. Drei Helfer versuchten deshalb von beiden Seiten den eingeklemmten Fahrer aus dem Pkw zu ziehen. Letztendlich war ihre Hilfe vergebens. Der zuletzt in Weiden lebende Mann verbrannte. Zwei Helferinnen erlitten deshalb einen Schock. Während eine im Krankenhaus ambulant behandelt wurde, konnte die zweite Helferin nach ambulanter Behandlung noch an der Unfallstelle entlassen werden.

 
 
Auch die Fahrerin des Opel Corsa wurde eingeklemmt und musste von den Feuerwehreinsatzkräften aus dem Autowrack geschnitten werden. Mit lebensgefährlichen Verletzungen verbrachte sie der Rettungshubschrauber Christoph 20 in die Uniklinik Bayreuth. Nach einer Notoperation bestand am Sonntagabend immer noch akute Lebensgefahr.

Die am Rücksitz befindlichen Söhne erlitten ebenfalls schwerste Verletzungen. Bei dem  9-jährigen Sohn forderten die Notärzte ebenfalls einen Rettungshubschrauber an. Christoph 27 aus Nürnberg flog den lebensgefährlich Verletzten in die Uniklinik nach Erlangen. Seinen 6-jährigen Bruder verbrachte das BRK in ein Klinikum. Auch ein auf dem Beifahrersitz befindlicher 38-Jähriger aus dem Raum Schwandorf wird in Weiden wegen seiner mittelschweren Verletzungen stationär behandelt.

Anfänglich ging die Polizei von einem fahrlässig verursachten Verkehrsunfall aus. Bei den polizeilichen Überprüfungen ergaben sich jedoch Anhaltspunkte, die weitere Ermittlungen erfordern. Dafür spricht die Tatsache, dass es sich bei den Unfallbeteiligten um ein getrennt lebendes Ehepaar handelt. Die Fahrzeuge prallten nahezu frontal auf dem gerade verlaufenden Streckenabschnitt kurz nach Parkstein zusammen. Ob tatsächlich ein vorsätzlich verursachter Unfall oder gar ein Tötungsdelikt gegeben ist, bedarf nun weiterer Ermittlungen.

Ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Weiden befand sich persönlich an der Unfallstelle. Er ordnete die Sicherstellung der beiden Fahrzeuge an und zog einen Gutachter hinzu. Zudem hat er die Obduktion des 46-Jährigen angeordnet. Die weiteren Ermittlungen hat noch vor Ort die Kriminalpolizei Weiden übernommen.

In zahlreicher Stärke waren die Hilfs- und Rettungsdienste vertreten. Neben Polizeieinsatzkräften aus Neustadt/WN und Weiden war das BRK mit den Notärzten Gerhard Wührl, Martin Eichhorn und Rainer Jürgens und 26 weiteren Helferinnen und Helfer vertreten. Inbegriffen ist ein Kriseninterventionsteam des BRK, welches sich um vorrangig um die Helfer kümmerte. Als Leitende Notärztin eilte Dr. Gudrun Graf aus Neustadt an der Waldnaab an die Einsatzstelle. Jürgen Göppl aus Zinthammer wurde durch die ZRF-Leitstelle aus Organisatorischer Einsatzleiter alarmiert. Den Part des Einsatzleiters Rettungsdienst übernahm Stefan Diesenbacher aus Pressath.

Die Feuerwehren von Weiden und Parkstein befanden sich mit mehreren Fahrzeugen und 47 Einsatzkräften an der Unfallstelle. Die Ortsverbindungsstraße musste bis zur endgültigen Räumung bis 17.30 Uhr gesperrt bleiben.

Nur der Vollständigkeit sei der Sachschaden von etwa 5.000 Euro erwähnt.

Videobeitrag von OTV: Tödliche Tragödie auf der Straße

Bericht: Werner Stopfer (PI Weiden), Jürgen Meyer
Bilder: bk-media

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