Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 12.07.2011 12:10:54
Computer heizt neue Leitstelle

12.07.2011 - „Wir bauen kein Gebäude, sondern eine wertvolle, aufwendige, komplizierte Maschine.“ So beschreibt Architektin Ute Meierhöfer die neue Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz (ILS), über die ab März 2012 die Alarmierung der Rettungsdienste und der Feuerwehren für die Stadt Weiden sowie die Landkreise Neustadt und Tirschenreuth laufen wird. Bei der Zwischenfeier (anstelle eine Richtfestes) machte der Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz (ZRF), Simon Wittmann, deutlich, dass in den vergangenen Monaten viel passiert sei. „Es hat alles hervorragend funktioniert“, lobte der Neustädter Landrat alle Beteiligten. Ein besonderer Dank galt der Feuerwehr. Ein ganzes Heer von Feuerwehrleuten erfasse seit Monaten viele Daten, damit die Einsätze zielgenau erfolgen könnten.



ZRF-Geschäftsleiter Alfred Rast bezifferte die Kosten für die ILS mit 3,4 Millionen Euro, für die der Freistaat einen Zuschuss von 1,6 Millionen Euro gewähre. Die ILS sei inzwischen auf 21,5 Personen aufgerüstet worden: 19 Disponenten und 2,5 Stellen Besatzung für den Rettungshubschrauber „Christoph 80“. Mit der Inbetriebnahme – die Testphase läuft bereits ab Oktober/November – werden in der ILS alle Notrufe mit der 112 auflaufen. Momentan kommen Anrufer noch bei der Polizei heraus. Die bisherige Rufnummer für die Rettungsdienste, die 19222, wird noch ein Jahr zusätzlich beibehalten. In ganz Bayern soll es dann 26 ILS geben, 17 sind schon in Betrieb. Die 25 Mann starke Projektgruppe Alarmierungsplanung teilt laut Rast jede Gemeinde rettungstechnisch in Zonen ein. In der ganzen Region sind es 1322. Damit wird festgelegt, welche Feuerwehr im jeweiligen Notfall alarmiert wird und welche Fahrzeuge ausrücken müssen.

29 Meter hoher Funkmast
Diplomingenieur Herbert Bergmann von der Bergmann Engineering in Senden gab bekannt, dass mit der Klimaabwärme der IT-Technik – 18 KW – die Leitstelle beheizt werden kann. Die Wärme werde über einen Pumpspeicher in die Fußbodenheizung geleitet. Außerdem werde beim BRK-Haus ein 29 Meter hoher Turm für die Funkversorgung errichtet.

BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath informierte, dass das BRK als Vermieter der Räumlichkeiten 900 000 Euro in den Umbau und noch einmal eine halbe Million Euro in die energetische Sanierung steckt.

Quelle: Der Neue Tag
Bild: Jürgen Wilke

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