Zweckverband für Rettungsdienst und
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Meldung vom 11.11.2010 13:53:40
40 Jahre Bergwacht Fuchsmühl

11.11.2010 - Einen umfassenden Rückblick gab Ehrenbereitschaftsleiter und Alt-Bürgermeister Arno Sattler im Rahmen des Festabends „40 Jahre Bergwacht Fuchsmühl“ am Samstagabend in der vollbesetzten Mehrzweckhalle. Sattler verwies darauf, dass die Gründung der Fuchsmühler Bergwacht nicht aus Jux oder Tollerei erfolgt sei, sondern es sei die Biographie der Bergwacht in Bayern, die bis zum heutigen Tag weiter geschrieben werde. Zwar sorge der Name Bergwacht in der Oberpfalz, und dies nicht nur bei dem Fremden, für Verwirrung und Sprachlosigkeit, so Sattler. Doch auch im Mittelgebirge, wie hier im Mittelgebirgsdreieck des Steinwaldes, des Fichtelgebirge und dem Frankenjura sei eine Bergwacht vonnöten, nicht nur im Hochgebirge.

Arna Sattler, EhrenbereitschaftsleiterDie Bergwacht Fuchsmühl wurde im Herbst 1969 beim „Oberen Wirt“ von einer Handvoll junger Männer ins Leben gerufen. Das Schwierigste war zunächst die Bürokratie und die dazugehörige Verwaltung, eine „unbeschreibliche Tortour“, wie Sattler es formulierte. Walter Thoma übernahm die Aufgaben beim BRK-Kreisverband, Arno Sattler die Aufgaben beim Bergwachtabschnitt Bayerwald, dem Fuchsmühl zugeordnet wurde. Nach dieser „Standortbestimmung“ ging es 1970 so richtig zur Sache, die kleine aber junge Gruppe packte all ihre Ideen in einen Rucksack, der  bis heute von den jeweils gewählten Bereitschaftsleitern getragen werde.Um in der Öffentlichkeit bekannt zu werden, so Sattler, wurde Wert auf eine gute Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Die Erneuerung der Brücke zwischen den Felsen des Hackelsteins passte in den „Einrichtungsplan“ des Naturparks Steinwald. Mit der Einweihung der Brücke stand auch das erste Hackelsteinfest an. Es folgten weitere Taten, wie der Bau einer Wanderunterstellhütte beim Hackelstein, der Klettersteig für die Sommerausbildung am Augsburger Felsen oder auch die erste Winterausbildung mit der Bergwacht Weiden, sowie die Übernahme des Winterrettungsdienstes am Steinberg-Skilift. In Pfaben wurde eine neue Diensthütte gebaut, eine wichtige Anlaufstelle für die Versorgung von Verletzten bis zum Weitertransport ins Krankenhaus. In dieser Zeit entstand auch die fast fünfzig Kilometer lange Steinwaldloipe.

Die Fuchsmühler Bergwacht, so Sattler, leistete hier eine organisatorische Meisterleistung, mit dem Hintergedanken, bei Skiunfällen Tag und Nacht schnell helfen zu können. In den folgenden Jahre seien auch die Rettungsgeräte immer besser geworden. Sattler erinnerte an die Zweiskiverschraubung im Jahre 1970 bis hin zu dem heutigen Motorschlitten und den Hubschraubereinsätzen. Sattler ging auch auf die Feste und Veranstaltungen der Bergwacht ein, die alljährliche Waldweihnacht am Hackelstein habe sich gar zu einem „Wintermärchen“ entwickelt. In den letzten Jahre wurde die Diensthütte neu gestaltet und modernisiert. Zusammenfassend konnte Sattler feststellen, „die Fuchsmühler Bergwacht ist mit ihrem Rettungsgeräten, dem Ausbildungsstand und der persönlichen Ausrüstung auf einem sehr hohem Niveau, das für eine Mittelgebirgsbereitschaft beispielhaft ist“. Ganz nach dem Motto, „wer die Vergangenheit kennt, kann auch die Zukunft meistern“ sei die Bergwacht in Fuchsmühl mit ihrem Bereitschaftsleiter Wolfgang Hartung und den 33 Aktiven auf einem guten Weg.

Bilder und Bericht: Konrad Rosner

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