Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 16.01.2011 15:22:39
Schwerer Verkehrsunfall bei Zirkenreuth (Kreis Tirschenreuth)
16.01.2011 - Vermutlich Blitzeis wurde einem Ehepaar und schließlich dem Rüstwagen der Feuerwehr Mitterteich zum Verhängnis. Bei einem schweren Verkehrsunfall wurden am Sonntag morgen fünf Personen verletzt.

Um 9.43 Uhr informierte die Polizei Waldsassen die Rettungsleitstelle Nordoberpfalz. Zwischen Pfaffenreuth und Leonberg soll ein Auto verunglückt sein. Eine Person wäre im Fahrzeug und hätte stärkste Schmerzen, ob sie eingeklemmt sei, war nicht bekannt. Es sei jedoch dort spiegelglatt. Die Polizei habe die Feuerwehr ebenfalls verständigt.

Die Disponenten alarmierten daraufhin den BRK-Rettungswagen aus Waldsassen und Notarzt Dr. Achim Nemsow aus Mitterteich. Die Feuerwehreinsatzzentrale hatte die Wehren aus Pfaffenreuth, Mitterteich und Waldsassen zu dem Unfall beordert. Kurz nach dem Eintreffen von Notarzt und Rettungswagen dann die Hiobs-Botschaft: Auf der spiegelglatten Fahrbahn kam ein Rüstwagen der Feuerwehr Mitterteich ins Rutschen und blieb im Graben auf der Seite liegen. Die drei Feuerwehrleute im Fahrzeug waren verletzt. In dem verunglückten Auto waren zudem zwei und nicht wie gemeldet nur eine verletzte Person.

Es folgte ein Großalarm. Alarmiert wurden der BRK-Rettungswagen aus Erbendorf, Rettungswagen und Notarzt aus Marktredwitz, der Rettungshubschrauber Christoph 20 aus Bayreuth, die Schnelleinsatzgruppe des BRK Waldsassen, BRK-Einsatzleiter Michael Heldwein aus Thanhausen, sowie Dr. Wolfgang Fortelny aus Waldsassen als weiterer Notarzt. Rettungswagen und Notarzt aus Tirschenreuth waren zu diesem Zeitpunkt bei einem anderen Einsatz gebunden und so nicht verfügbar.   

An der Einsatzstelle bot sich schließlich folgendes Bild: Ein Auto war ins Rutschen gekommen und bei voller Fahrt in die Böschung gekracht. Ein älterer Mann im Auto verletzte sich dabei am leicht Brustkorb, die Frau schwer am Rücken. Etwa hundert Meter vor dem Einsatz kam der Rüstwagen der Feuerwehr Mitterteich ins Rutschen, spießte sich im Graben und stürzte auf die Seite. Die drei Feuerwehrmänner konnten sich selbst befreien. Jedoch hatte einer eine leichte Kopfverletzung, einer einen Schock und der dritte wurde mittelschwer am Bauch und Rücken verletzt.

Zufällig kam ein Notarzt aus Pfreimd zu diesem Einsatz. Er unterstützte die Helfer. Der Rettungshubschrauber und der Notarzt Marktredwitz konnten so abbestellt werden. Die Helfer der Schnelleinsatzgruppe des BRK Waldsassen besetzten einen Kranken- und einen Rettungswagen und kamen ebenfalls zum Einsatz.

Etwas schwierig gestaltete es sich schließlich, die Patienten auf die Krankenhäuser zu verteilen. Das Krankenhaus Waldsassen verfügt nur noch über einen chirurgischen Hintergrunddienst. Dieser war jedoch im Krankenhaus Tirschenreuth gerade auf dem Weg in den OP. Am Wochendende versorgt er nämlich zwei Krankenhäuser. So konnte der diensthabende Arzt in Waldsassen keine Patienten aufnehmen. Zwei leicht Verletzte wurden nach ihrer Versorgung schließlich nach Tirschenreuth transportiert. Die restlichen Patienten, das ältere Paar aus dem Auto und der schwerer verletzte Feuerwehrmann, wurden ins Klinikum Fichtelgebirge nach Marktredwitz gebracht, wo das dortige Traumateam bereits auf sie wartete. Kurz vor 11 Uhr waren alle Verletzten auf dem Weg in die Kliniken.

Bericht: Peter Astashenko
Bild: Daniel Herzberg
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