Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 12.12.2009 00:00:00
Tödlicher Verkehrsunfall beim Kellerhaus - 2 Tote

12.12.2009 -  Mit einem tödlichen Verkehrsunfall startete das dritte Adventwochenende in der Nordoberpfalz. Auf der Staatsstraße von Weiden nach Mantel, auf Höhe des so genannten Kellerhauses (Landkreis Neustadt/WN), krachten zwei Autos frontal zusammen. Ein Fahrer überlebte den Aufprall nicht, die andere Fahrerin konnte an der Unfallstelle wiederbelebt werden. Es ist nach Aussage des Notarztes aber nicht auszuschließen, dass auch sie die Unfallfolgen nicht überleben wird.

Um 2.39 Uhr erreichte die ettungsleitstelle der Notruf über den schweren Verkehrsunfall. Zwei Personen seien eingeklemmt. Das Kellerhaus liegt am Ende eines Waldstückes und war wegen der dortigen Kuppe schon immer ein Unfallschwerpunkt.

Aufgrund der Meldung alarmierten die Disponenten sofort die Notärzte aus Weiden (Dr. Christine Winter) und Neustadt (Dr. Gerhard Wührl) sowie die beiden Rettungswagen der Orte. Zudem rückte Christian Putzer als Einsatzleiter aus. Er befand sich gerade in Weiden.

Zum Unfallzeitpunkt herrschte leichter Schneefall, an der Unfallstelle war es glatt.

Als die Rettungswagen eintrafen bot sich den Rettungskräften ein schreckliches Bild. Zwei Autos waren frontal ineinander gekracht. Auf der Straße wurde der Fahrer des einen Wagens bereits reanimiert, die Fahrerin des anderen Autos war massiv im Wrack eingeklemmt. Auch hier kämpften Ärzte und Intensivpersonal bereits um ihr Leben. Die "professionellen" Ersthelfer waren Bedienstete des Klinikums die sich auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier befanden, als sie zu dem Unfall dazu kamen.
Sofort übernahmen Rettungsdienst und Notärzte die Widerbelebungsmaßnahmen beider Verunfallter. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Seine Verletzungen waren zu massiv. Er wurde an der Unfallstelle für tot erklärt.
Auch bei der 22-jährigen Fahrerin des anderen Fahrzeuges bestand aufgrund der massiven Gewalteinwirkung wenig Hoffnung. Im Wrack musste sie wiederbelebt werden. Nach der Befreiung durch die Feuerwehr gelang es jedoch ihren Zustand soweit zu stabilisieren, dass sie transportfähig wurde. Sie wurde schließlich ins Klinikum eingeliefert wo Sie kurze Zeit später verstarb.

Der Einsatzleiter veranlasste schließlich noch die Alarmierung von Notfallseelsorger und dem Kriseninterventionsteam des BRK. Pfarrer Johannes Lukas aus Weiden spendete dem Verstorbenen die Sterbesakramente. Gemeinsam mit den Helfern der Krisenintervention wurde den Einsatzkräften die Möglichkeit zur Aussprache gegeben.

Beitrag: Peter Astashenko
Bilder: bk-media.de

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