Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 18.02.2013
54.183 Einsätze im Jahr 2012– Bilanz der ILS Nordoberpfalz

18.02.2013 - Es war ein unbeschreiblicher Moment für alle Beteiligten, als Landrat Simon Wittmann am 27. April 2012 den ersten Funkspruch absetzte und damit die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz in Betrieb nahm, gingen jahrelange Vorarbeiten und zwei Jahre Bauarbeiten endlich zu Ende. Seitdem laufen alle Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst über die Notrufnummer 112. "Integriert" heißt die Leitstelle deshalb, weil dort auf Verlangen des Bayerischen Innenministeriums erstmals die Einsätze der 246 Feuerwehren aus den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, der Stadt Weiden und des  Rettungsdienstes gemeinsam disponiert werden.
            
Bevor die 3,4 Millionen Euro teuere „ILS Nordoberpfalz“ jedoch startete, ging erst einmal eine andere Ära zu Ende: die der Rettungsleitstelle Weiden. Von Januar bis Ende April 2012 wurden noch gut 14.000 Einsätze und Anfragen an den vier Disponentenplätzen im Erdgeschoss der Ulrich-Schönberger-Straße 11a bearbeitet. Nahtlos folgte der Umzug ein Stockwerk nach oben. Für 1,4 Millionen Euro hatte das BRK als Hausherr und jetziger Vermieter die Räume entsprechend umgebaut.

Jetzt gibt es sechs Disponenten- und sechs Abfrageplätze, modernste Technik, eine neue bayernweit einheitliche Einsatzleitsoftware und mehr Platz. Jene Arbeitsplätze kommen dem Laien vor, als wurden sie aus den Requisiten eines „James-Bond-Filmes“ entliehen. Sechs große Flachbildmonitore stehen auf jedem Schreibtisch, dazu kommen in der Zentrale sechs Überwachungsbildschirme, eine große digitale Medienwand und ein Beamer. Alles gesteuert mit einer Tastatur und einer Maus. Die intensiven Planungen zahlten sich dabei aus. Der einwöchige Umzug klappte reibungslos. 
  
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Doch nicht nur die Räume wurden größer. Wurden bisher acht Rettungswachen, sieben Notarztstandorte, ein Rettungshubschrauber, zahlreiche Fachdienste sowie Berg- und Wasserrettung gesteuert, so kamen nun 246 Feuerwehren und drei Standorte des Technischen Hilfswerkes mit dazu. Insgesamt kann die ILS Nordoberpfalz auf über 900 Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge zurückgreifen.

Und das musste sie oft tun. Von Mai bis Dezember wurden insgesamt 40.032 Einsätze bearbeitet. 1044 Mal war das Einsatzstichwort „Brand“, 1847 Mal „Technische Hilfeleistung“, 19.525 Einsätze leistete der Rettungsdienst, 17.404 „Info-Einsätze“ wurden bearbeitet und 212 „Sonstige“. Unter die Rubrik „Sonstige“ fallen Einsätze der Notfallseelsorge und Psychosoziale Unterstützung. 60.354 Anrufe gingen 2012 ein, 25.434 Mal rief die ILS jemand an. Funksprüche gab es 62.898 auf den fünf BOS-Kanälen.

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Mit einem Problem müssen die Disponenten aber kämpfen: Etwa 35 bis 40 „Hosentaschenanrufe“ kommen täglich. Gelöste Tastensperren an Mobiltelefonen oder mutwillige Anrufe unter der Notrufnummer 112, die keiner Bearbeitung bedürfen, sorgen für zusätzliche Arbeit. Nach dem Umzug der Leitstelle, zog auch die Geschäftsstelle des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung um. Neben der ILS wurden Büroflächen errichtet, die der Geschäftsleiter Alfred Rast und seine Assistentin nun nutzen. Höhepunkt des vergangenen Jahres: am 22. September erhielt die ILS Nordoberpfalz ihren kirchlichen Segen. Mit dabei war Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.
       
Die Arbeit wird aber auch 2013 nicht weniger. Zuerst werden alle Rettungsdienstfahrzeuge mit GPS ausgestattet. Die Telematik erlaubt es den Disponenten noch besser das nächstgelegene geeignete Rettungsmittel zu alarmieren. Im März soll dies soweit sein. Zudem wird auch das Thema „Digitalfunk“ weiter vorangetrieben. Ziel ist es, im Oktober 2014 mit der neuen Funktechnik zu starten. Auch die Telefonreanimation wird eine Aufgabe sein.

Die ILS Nordoberpfalz ist aber auch 2013 nicht nur kompetenter Ansprechpartner für alle Notfälle. Auch als Arbeitgeber ist die Leitstelle gewachsen. Zwei Leitungskräfte und zwei Systemadministratoren stellen das administrative Team. 19 Disponenten steuern die Einsätze. Unterstützt werden sie dabei von 18 geringfügig Beschäftigten Mitarbeitern der Unterstützungsgruppe, die zu Stoßzeiten oder bei Großschadenslagen Notrufe entgegennehmen. Und der Betrieb wird weiter wachsen.

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