Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 25.01.2011 22:08:52
Schwarzenbach bei Pressath: Laster gegen Regionalzug

25.01.2011 - Die Meldung klang verherrend: "Lkw gegen Zug". Um 17:47 Uhr begann die Leitstelle Nordoberpfalz unter diesem Einsatzstichwort Rettungskräfte zu alarmieren. Auf dem Bahnübergang in Schwarzenbach bei Pressath (Kreis Neustadt/WN.) war ein Regionalexpress gegen einen Sattelschlepper geprallt. Drei Menschen wurden dabei verletzt.



Dabei war anfangs unklar, was genau passiert war. Die erste Meldung sprach nur von einem verletzten Lastwagenfahrer. Ob er mit einem Regionalzug oder einem Güterzug kollidiert war, war in den ersten Minuten nicht bekannt. Die beiden Weidener Rettungswagen des BRK und Notarzt Dr. Martin Eichhorn aus Weiden waren zuerst unterwegs zu der Einsatzstelle. Als sie eintrafen, konkretisierte sich die Lage. Auf dem Bahnübergang war eine Zugmaschine mit einem leeren Sattelauflieger stecken geblieben. Ersten Einschätzungen zufolge, könnten die glatten Straßen Schuld daran gewesen sein. Der Regionalzug, der mit gut 30 Fahrgästen besetzt war, prallte in die Seite des Lastwagens. Wohl nur durch einen Sprung in den Passagierraum, konnte der Lokführer schwerere Verletzungen bei sich verhindern. Dennoch trug er mittelschwere Verletzungen davon. Ebenso der Fahrer des Lastwagens. Auch ein Fahrgast verletzte sich bei dem Aufprall am Knie. Es wurde schließlich noch der BRK-Rettungswagen und der Notarzt aus Kemnath alarmiert, aus Eschenbach kam der Rettungswagen der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst. Die reguläre Mannschaft in Eschenbach war auf einem anderen Notarzteinsatz gebunden. Die Einsatzleitung übernahm Peter Lischker. In Rothenstadt und Windischeschenbach bereiteten sich die Mobilen Unfallnachsorgen des BRK auf einen möglichen Betreuungseinsatz vor. Die Schnelleinsatzgruppe des BRK Eschenbach besetzte die Rettungswache und blieb ebenfalls in Bereitschaft.

Glücklicherweise war alles nicht so schlimm wie befürchtet. Bis auf den verletzten Fahrgast waren alle anderen Passagiere wohl auf und hatten auch keinerlei Anzeichen eines schweren Schocks. Der Notfallmanager der Bahn kümmerte sich um einen Bus, der die Fahrgäste zum Bahnhof Pressath brachte. Der "Helfer vor Ort" des BRK Pressath stand dort in Bereitschaft falls noch etwas gewesen wäre. Aber es war glücklicherweise nichts. Alle Fahrgäste wurden schließlich von Angehörigen abgeholt oder setzten ihre Fahrt mit Bussen fort.

Lokführer und LKW-Fahrer kamen nach der Versorgung durch die Notärzte in ein Klinikum. Der verletzte Fahrgast in ein nahegelegens Krankenhaus. Gegen 20 Uhr war der Einsatz für die Rettungsdienste damit auch schon wieder beendet.

Bericht: Peter Astashenko
Bilder: bk-media.de

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