Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 28.11.2010 09:08:01
Tödlicher Verkehrsunfall bei Kulmain (Kreis Tirschenreuth)

28.11.201 - Ob männlich oder weiblich weiß noch keiner, denn die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Am späten Sonntagnachmittag war dies das Szenario nach einem Unfall auf dem Zinster Berg, einer kurvigen Strecke zwischen Kulmain und Riglasreuth im Landkreis Tirschenreuth.

Um 18.05 Uhr verständigte die Polizei die Rettungsleitstelle Nordoberpfalz. "Verkehrsunfall, ein Auto brennt, Personen sind eingeklemmt", war die Meldung. Der nächstgelegene Rettungswagen aus Kemnath war nicht verfügbar, da das Rettungsteam gerade versuchte einen Mann nach einem internistischen Notfall wiederzubeleben. Also wurden unverzüglich die BRK-Rettungswagen aus Erbendorf und Fichtelberg alarmiert, dazu ein Krankenwagen aus Stadt Eschenbach und der Notarzt aus Marktredwitz. Zudem die "Helfer vor Ort" aus Immenreuth und dem Fichtelnaabtal (Brand-Neusorg). Die Einsatzleitung übernahm beim BRK Hans-Peter Scharf.

In einer Kurve waren vermutlich auf glatter Straße zwei Autos kollidiert. Während der eine Fahrer unverletzt aus seinem Wagen stieg, war der Fahrer bzw. die Fahrerin im anderen Auto eingeklemmt. Das Auto begann zudem zu brennen. Ersthelfer versuchten noch den Brand mit Schnee zu ersticken, was nicht gelang. Erst die Feuerwehren aus Kulmain, Kemnath, Zinst und Immenreuth konnten das Feuer in den Griff bekommen und löschen. Doch für den einzigen Insassen kam jede Hilfe zu spät. Er war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Die Rettungskräfte kümmerten sich um den geschockten Unfallgegner. Er wollte jedoch nicht in ein Krankenhaus.

Die Mobile Unfallnachsorge (kurz: MUN) aus Windischeschenbach war ebenfalls unterwegs zur Einsatzstelle. Die Schnelleinsatzgruppe "gefährliche Stoffe und Güter" errichtete ein Zelt an der Einsatzstelle. Da erst der Staatsanwalt und ein Sachverständiger die Unfallstelle begutachten wollten, zog sich der Einsatz in die Länge. Um die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit warmen Getränken zu versorgen, war die MUN vor Ort.

Bericht: Peter Astashenko

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