Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 24.03.2010 00:00:00
Jetzt auch Immenreuth "Helfer vor Ort"-Standort

24.03.2010 - Eine schnelle und fachgerechte Hilfe nach Unfällen kann Menschen retten. Denn oft entscheiden wenige Minuten über Leben oder Tod eines Verletzten. Um bis zum Eintreffen eines Rettungswagens eine schnelle Erstversorgung sicherzustellen, gibt es jetzt auch in Immenreuth einen Standort der "Helfer vor Ort" (HvO).

Der Truppe wünschte der Kreisbereitschaftsleiter des Roten Kreuzes, Helmut Zeitler, bei einer Besprechung einen guten Start und möglichst wenig Einsätze. Auch der taktische Leiter der Bereitschaft Kemnath, Harald König, Richard Küffner, der Verantwortliche für den HvO-Fichtelnaabtal und der Kemnather Bereitschaftsleiter Markus Heining sicherten ihre Unterstützung zu.

BRK und Bergwacht
Aufgrund der hohen Einsatzzahlen in der Region und der großen Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement innerhalb des BRK und der Bergwacht Tannenberg teilen sich von der Bergwacht Bereitschaftsleiter Roland Kreuzer, Daniel Scharf und Jasmin Brunner sowie Thomas Fütterer und Florian Hösl (stellvertretender Bereitschaftsleiter) vom BRK den Dienst. Sie sind alle ausgebildete Sanitäter.

 

Die "Helfer vor Ort" werden, aufgrund einer kürzeren Wegstrecke, bei einem Notfall die Verletzten fachgerecht bis zum Eintreffen des Rettungswagens betreuen. "Der neue Standort ist vor allem wichtig, wenn der Rettungswagen aus Kemnath auf einem anderen Einsatz und damit nicht verfügbar ist. Denn dann wird der Wagen in Erbendorf alarmiert, und bis der da ist, kann schon viel passiert sein", spricht Thomas Fütterer, der sich ebenfalls bei den HvO Fichtelnaabtal engagiert, aus Erfahrung. Dort seien im vergangenen Jahr 186 Einsätze gefahren worden. Einen ähnlichen Bedarf habe auch die Region um Immenreuth.

Der neue HvO-Standort, der für den gesamten Gemeindebereich Immenreuth und Kulmain sowie für nahe oberfränkische Gemeinden wie Lienlas zuständig ist, verfügt über eine gut ausgestattete Ausrüstung zur Notfallversorgung. "Neben einem Frühdefibrillator, der bei einem plötzlichen Herztod eingesetzt wird, Sauerstoff, Funkgerät und Dachaufsetzer, ist ein kompletter Rettungs-Rucksack immer mit im Einsatz. Aber weil bis jetzt noch wenig Geld für Neuanschaffungen da ist, stelle ich meinen eigenen Rucksack für diesen Zweck zur Verfügung", erklärte Florian Hösl. Auch für ein eigenes Einsatzfahrzeug sei noch nicht genug Geld in der Kasse, weshalb vorerst noch mit den Privatautos gefahren werde.

Von Freitag bis Montag
Obwohl alle HvO-Standorte bei jedem Notfall im Einsatzgebiet alarmiert werden, rücken die neuen ehrenamtlichen Helfer im Zeitraum von Freitag, 16 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, aus. "Weil sich ja alle freiwillig, unentgeltlich und vor allem neben ihrem Beruf für den HvO engagieren, ist es einfach nicht möglich, sieben Tage die Woche 24 Stunden lang den Dienst zu verteilen", erläuterte Zeitler. Durch die feste Einsatzzeit werde aber gewährleistet, "dass der HvO in der Dienstzeit auch immer besetzt ist und zu jedem Einsatz ausrücken kann. Wir wollen schließlich den Menschen helfen", ergänzte Hösl.

Um diese Hilfe in Zukunft noch weiter auszubauen, seien noch einige Anschaffungen nötig. "Jeder, der den HvO kennt, weiß, wie wichtig er ist und dass er schon oft für die Rettung von Leben verantwortlich war." Wer die Aktion in Immenreuth mit Spenden unterstützen möchte, könne sich beim BRK-Kreisverband mit dem Vermerk HvO Immenreuth melden, betonte der Kreisbereitschaftsleiter.

Bild: Sabine Fütterer
Quelle: Der Neue Tag

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