Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 06.03.2010 18:36:01
Ein Toter und zahlreiche Schwerverletzte bei schwerem Unfall auf der B299

06.03.2010 - Der Winter ist zurück - und mit ihm verherrende Unfälle. Um 14.38 Uhr erreichte am 6. März 2010 die Rettungsleitstelle des Zweckverbandes die Meldung über einen Unfall auf der B299 zwischen Reuth bei Erbendorf und Krummennaab (Kreis Tirschenreuth). Zwei Autos seien frontal ineinander gekracht, mehrere Personen schwer verletzt und eingeklemmt. Sofort begann die Alarmierung.

      

Auf den Weg machten sich die "Helfer vor Ort" des BRK aus Krummennaab und Erbendorf, die BRK-Rettungswagen aus Erbendorf, Eschenbach, Tirschenreuth und Waldsassen, ein Krankenwagen aus Weiden, die Notärzte Dr. Maim Kunusewci aus Tirschenreuth und Dr. Jürgen Gleissner aus Neustadt, BRK-Einsatzleiter Richard Cruz aus Tirschenreuth, Leitender Notarzt Dr. Achim Nemsow aus Mitterteich, Organisatorischer Leiter Markus Münchmeier aus Plößberg und die Unterstützungsgruppe der Sanitätseinsatzleitung. Letztere bildet die rechte Hand von Organisatorischem Leiter und Leitendem Notarzt, die vor Ort den Einsatz führen.

        

Zudem wurden die Rettungshubschrauber der DRF aus Nürnberg (Christoph 27) und des ADAC aus Bayreuth (Christoph 20) angefordert.

Der Unfall war fatal. Ein BMW war frontal gegen einen Lieferwagen geprallt. Die Insassen des BMW waren teilweise eingeklemmt. Der Fahrer des Lieferwagens wurde aus dem Auto geschleudert. Seine Verletztungen waren jedoch zu schwer. Die Versuche zur Wiederbelebung scheiterten. Er starb an der Unfallstelle. Es handelt sich um einen 42-jährigen Mann.

Seine 37-jährige Beifahrerin wurde durch den Aufprall schwer verletzt. Sie kam nach Versorgung durch Notarzt und Rettungsassistenten ins Krankenhaus.

Im BMW sassen ein 48-jähriger Mann, eine 41 Jahre alte Frau und zwei Kinder im Alter von acht und sieben Jahren. Einen Schutzengel hatten die Kinder. Sie erlitten Prellungen und einen Schock, jedoch keine schwereren Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte sie ins Klinkum.

      
Ebenso die 41-jährige Frau, die mittelschwer verletzt wurde. In Lebensgefahr schwebt jedoch der 48-jährige Fahrer. Schwerst eingeklemmt, brauchte die Feuerwehr fast eine Stunde, um ihn zu befreien. Er musste schließlich aufwendig medizinisch stabilisiert und noch an der Unfallstelle in Narkose versetzt werden. "Christoph 20" flog ihn schließlich in eine Bayreuther Klinik. Sein Zustand gilt nach Aussage der Einsatzkräfte als kritisch.

Zur Spendung der Sterbesakramente und zur Betreuung von Unfallzeugen und Angehörigen wurden die Notfallseelsorge sowie die Kriseninterventionsteams des BRK aus Tirschenreuth und Weiden alarmiert.

Nach Aussagen des Organisatorischen Leiters waren die Straßen recht glatt. Er selbst bekam dies auf der Anfahrt zu spüren. Er geriet ins Schleudern und setzte sein Auto ins Banket. Dabei blieb er jedoch unversehrt.

Kurz nach 16 Uhr war der letzte Verletzte auf dem Weg in die Klinik.

Stress bereitete den Disponenten der Rettungsleitstelle allerdings die Tatsache, dass sich fast zeitgleich zwei weitere schwere Unfälle ereigneten, beide auf der B470. Um 14.05 Uhr krachte es zwischen Parksteinhütten und Schwarzenbach (Kreis Neustadt/WN). Drei Personen wurden hier leicht verletzt und ins Klinikum gebracht.

Um 14.59 Uhr, die gleiche Strecke, zwischen Weiden und Parksteinhütten. Diesmal wurde ein Autofahrer eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Schwer verletzt kam er ins Krankenhaus. Ein weiterer Beteiligter wurde mittelschwer verletzt vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht.

 

 

Bericht: Peter Astashenko
Bilder: bk-media.de

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