Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 21.08.2010 15:18:52
Schwerverletzter erst nach 5 Stunden gefunden

21.08.2010 - Mehr als fünf Stunden irrte ein schwerverletzter Autofahrer umher, ehe er von einem anderen Verkehrsteilnehmer entdeckt wurde. Dabei hatte der Unfallfahrer noch unheimlich Glück, denn das Wrack war von der Straße aus nicht zu sehen. In der Nacht zum Freitag, 20.08.2010 gegen 01:00 Uhr fuhr der 32 jährige Erbendorfer mit seinem BWM auf der B22 von Erbendorf in Richtung Weiden. Kurz nach dem sogenannten „Salzhäusel“ geriet er im Auslauf einer Linkskurve mit seinem Fahrzeug auf das rechte Straßenbankett und erfasste dabei zwei Leitpfosten. Nach rund 80 Metern prallte der Wagen gegen einen Wasserdurchlass und wurde hochkatapultiert. Das Fahrzeug schleuderte an einer Baumgruppe vorbei und kam rund 15 Meter unterhalb der Böschung im Taleinschnitt des Steinbachs auf dem Dach zum Liegen.

Ob sich der schwerverletzte Unfallfahrer selbst befreien konnte oder ob er aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Offensichtlich irrte der Mann mehrere Stunden in dem unwegsamen und dicht bewachsenen Gelände umher. Erst gegen sechs Uhr bemerkte ein Verkehrsteilnehmer den blutüberströmten jungen Mann am Straßenrand und kümmerte sich sofort um diesen. Mit schweren Verletzungen wurde der Erbendorfer durch den Rettungsdienst aus Erbendorf und Notarzt Gerhard Wührl aus Neustadt/WN in ein Klinikum gerbracht. Dort wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Sein Führerschein wurde vorerst nicht sichergestellt.

In dem völlig deformierten Wrack entdeckten die Rettungskräfte einen kleinen Hund. Erst mit Hilfe von Hebekissen gelang es der Feuerwehr Erbendorf das Fahrzeug anzuheben und das verletzte Tier zu befreien. Ein herbeigerufener Tierarzt aus Erbendorf kümmerte sich um den Vierbeiner. Allerdings waren die Verletzungen so schwer, dass das Tier eingeschläfert werden musste.

Bei der Bergung des Unfallfahrzeuges aus dem Bachtal bekam der Abschleppdienst ungewöhnliche Hilfe. Ein zufällig in der Nähe beschäftigter Forstunternehmer stellte seinen Harvester zur Verfügung. Die Holzerntemaschine konnte in dem schwer zugänglichen Gelände das Unfallfahrzeug sicher über die steile Böschung hochziehen. An dem BWM entstand ein Totalschaden von rund 15.000 Euro.

Bild: FF Erbendorf
Bericht: bk-media.de

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