Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 25.01.2012 08:29:49
Brand eines Wohnhauses in Mitterteich, Lkr. Tirschenreuth

24.01.2012 - Ein beherzter Sprung aus dem ersten Stock hat einem 47-Jährigen in der Nacht zum Dienstag möglicherweise das Leben gerettet. Und die Aufmerksamkeit eines Passanten: Weil er auf dem Nachhauseweg Feuer einer Hofeinfahrt sah, läutete der Mann Sturm bei den Hausbewohnern. Keinen Moment zu früh. „Da hat es gebrannt wie in einem Tunnelofen“, schildert der Mitterteicher Feuerwehr Kommandant Franz Bauernfeind die Eindrücke kurz nach der Alarmierung. Denn die Holzstapel, die in der überdachten Durchfahrt des zweistöckigen Wohnhauses lagerten, standen lichterloh in Flammen. Ein Garagentor war bereits weggebrannt, der direkte Zugang zur Wohnung nicht mehr möglich. Fünf Trupps der Feuerwehr kämpften sich mit Atemschutz in den ersten Stock vor. Von dort aus hatte sich der alleinstehende Bewohner auf die etwa drei Meter tiefer liegende Straße gerettet. Dabei hatte er großes Glück und blieb unverletzt. Nach ersten Schätzungen liegt der Schaden am völlig ausgebrannten Wohnhaus bei 300 000 Euro. Die Kriminalpolizei Weiden ermittelt in alle Richtungen, wie es hieß.



Es war Dienstag gegen 0.25 Uhr, als der Fußgänger den Brand mitten in der Stadt bemerkte und an Türen im direkten Gefahrenbereich läutete. Schnelles Handeln war bei der verschachtelten Bauweise geboten. Polizei und Feuerwehr mussten eine Haustüre eintreten, um einen 80-jährigen Nachbarn zu warnen. Den Mitterteicher Brandschützern, die auch die Drehleiter im Einsatz hatten, kamen die Kollegen von der Schott-Rohrglas-Werksfeuerwehr sowie die Feuerwehren aus Wiesau und Waldsassen zu Hilfe.

Kaum auszudenken, welchen Schaden das Feuer mitten in der dicht bebauten Innenstadt hätte anrichten können: „Die erste halbe Stunde war recht dramatisch“, bescheinigt Kreisbrandrat Franz Arnold der Einsatzleitung der Feuerwehren gute Arbeit. Der Mitterteicher war selbst an den Brandort geeilt. Durch eine benachbarte Hofeinfahrt verschafften sich die Feuerwehrleute Zugang zur verschachtelten Rückseite der Häuserzeile und unterstützten die Löscharbeiten von dort. Das Wasser lieferte der nur wenige Meter entfernte Seibertsbach. „Wir hatten Glück, das Feuer soweit in Schach halten zu können, dass es sich nicht über das Dach weiter ausgebreitet hat“, bilanziert Kreisbrandrat Arnold. Im ungünstigsten Fall wäre es zu einer Kettenreaktion in unmittelbarer Marktplatznähe gekommen: „Das hätte dumm ausgehen können.“ Insgesamt waren die Feuerwehren mit rund 100 Aktiven vor Ort. Das BRK rückte mit 34 Helfern an. Darunter drei Rettungswägen aus Waldsassen und Tirschenreuth sowie die Mobile Unfallnachsorge (MUN)  Wiesau. Die Einsatzleitung Seitens des BRK übernahm Wolfgang Rosner aus Waldassen.

Zum Glück waren keine Verletzten zu betreuen. Doch die heißen Getränke, die das BRK in einem flugs zwischen altem und neuem Rathaus aufgestellten Schnelleinsatzzelt am Markt anbot, kamen den Einsatzkräften bei leichten Minusgraden sehr gelegen. Gegen drei Uhr zogen die meisten Feuerwehrleute wieder ab, zurück blieb eine Brandwache.



Quelle: u.a. NT

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