Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 22.09.2014
Ran an die Puppen

22.09.2014 - Verstreut über den Oberen Markt in Weiden liegen nackte Oberkörper auf Pflastersteinen. Drum herum stehen Krankenwagen, Sanitäter, Notärzte, ILS-Disponenten - und die Notrufnummer 112 aus Styropor in Dirk-Nowitzki-Größe. Dann fallen an die 200 Schüler auf die Knie, um Druck auszuüben.

"Jeder kann ein Leben retten", spricht Dr. Florian Neuhierl beim Reanimationstraining ins Megafon. Die Herz-Druck-Massage soll den 13 kollabierten Puppen zwischen Brunnen und Altem Rathaus das Leben retten. Es ist das erste Mal, dass in Weiden eine Erste-Hilfe-Schulung auf offener Straße stattfindet. Dies passiert im Zuge der bundesweiten "Woche der Wiederbelebung".

Die Idee kommt an, mit der die Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes, die Rettungsassistenten des Roten Kreuzes, Kreisverband Weiden/Neustadt, und die Vertreter der Integrierten Leitstelle (ILS) zeigen wollen: "Keine Angst. Habt Selbstvertrauen. Jeder kann Leben retten. Man kann nichts falsch machen. Der einzige Fehler ist, nichts zu tun", erklärt Dr. Neuhierl. Weitere Details überlässt er den Bee Gees.

Ihr "Stayin' alive" schallt durch das Megafon über den Oberen Markt. Wer beim "Reanimations-Flashmob" im Takt des Discohits aufs Herz drückt, macht alles perfekt. "Das entspricht einer Frequenz in Höhe von 100 bis 120", weiß Dr. Neuhierl. Lieder im entsprechenden Rhythmus folgen.

Doch wohin mit den Händen?
Notärzte und Sanitäter verweisen die Gymnasiasten und Realschüler auf die Mitte des Brustkorbs. Derweil motivieren die Lehrer ihre Schüler zum Ausprobieren. Jeder soll ran, meinen sie. Anna findet das auch. Nach zwei Minuten bittet sie ihre Freundin, sie bei der Herzdruckmassage abzuwechseln und ruft: "Schnell, der stirbt sonst."

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Alles kniete und drückte. Das geht auf's Herz. Und das soll es auch. Schließlich nehmen die Schüler der drei Gymnasien und die Realschüler gerade am ersten "Weidener Wiederbelebungs-Flashmob" teil. Jürgen Göppl, Schichtleiter der ILS Nordoberpfalz, erläuterte worauf es bei einem Notruf über die 112 ankommt.

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