Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 16.08.2011 13:32:29
Hubschrauber der DRF Luftrettung fliegt 114 Einsätze

16.08.2011 - Im Juli war der am Flugplatz Latsch stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung 114-mal im Einsatz. Von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang kann der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzte Hubschrauber Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern in maximal 15 Minuten erreichen.

Der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung mit dem Funkrufnamen „Christoph 80“ wird in der Notfallrettung als schneller Notarztzubringer alarmiert. Bei elf Einsätzen wurde die Maschine im Juli auch zum dringenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken eingesetzt. Der Hubschrauber ist mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenbetreuung notwendig sind.
Das Einsatzgebiet von „Christoph 80“ liegt in den Rettungsdienstbereichen Nordoberpfalz und Amberg. Die Leitstelle Nordoberpfalz alarmiert den Weidener Rettungshubschrauber zu Einsätzen in den Rettungsdienstbereichen Nordoberpfalz (Landkreise Neustadt a.d. Waldnaab und Tirschenreuth, sowie Weiden i.d. Oberpfalz) sowie Amberg (Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf sowie Stadt Amberg). Die Besatzung des Weidener Rettungshubschraubers besteht aus drei Piloten der DRF Luftrettung, fünf Rettungsassistenten des ZRF Nordoberpfalz sowie 16 Notärzten der Kliniken Nordoberpfalz in Weiden und des Klinikums St. Marien in Amberg.



Mann mit schwerer Bauchverletzung ins Krankenhaus geflogen
Am Nachmittag des 31. Juli erreichte die Besatzung des Weidener Hubschraubers eine Alarmierung der Leitstelle Nordoberpfalz: Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße B22 waren drei Personen schwer verletzt worden. Ein 83-jähriger PKW-Fahrer war eingeklemmt worden, vier weitere Personen hatten mittelschwere Verletzungen davongetragen. Vier Rettungswagen, der Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes, Feuerwehr und Polizei wurden ebenfalls alarmiert. „Christoph 80“ landete zunächst auf einer nahen Lichtung. Der Notarzt der DRF Luftrettung begann sofort mit der Sichtung aller Patienten. Gemeinsam mit dem Einsatzleiter des BRK wies er die Verletzten den eintreffenden Rettungskräften zu, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Inzwischen übernahm der Rettungsassistent der DRF Luftrettung die Betreuung des einklemmten PKW-Fahrers. Nach der Befreiung des Patienten aus dem zerstörten Auto zeigten sich seine schweren Verletzungen: Mehrere Frakturen und ein Thoraxtrauma. Der Notarzt von „Christoph 80“ legte eine Infusion, verabreichte schmerzstillende Medikamente und stabilisierte den Patienten. Um keine Zeit zu verlieren, erfolgte der schnelle Transport mit dem Hubschrauber in ein Klinikum, wo der Patient an ein Ärzteteam im Schockraum übergeben wurde. Alle anderen Verletzten wurden ebenfalls medizinisch versorgt und von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht.

Über die DRF Luftrettung
Allein in Deutschland setzt die DRF Luftrettung an 28 Stationen Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. In Dänemark und Österreich kommen drei weitere Stationen hinzu. Über die regionale Luftrettung hinaus führt die DRF Luftrettung weltweite Patiententransporte mit eigenen Ambulanzflugzeugen und hoch qualifiziertem Personal durch. Im Jahr 2010 leistete die DRF Luftrettung insgesamt 36.900 Einsätze.

In Deutschland hat jeder Betroffene Anspruch auf den Einsatz eines Rettungshubschraubers, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Die Kosten der Luftrettung können bundesweit allerdings nicht im vollen Umfang durch die gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Für einen erheblichen Prozentteil der Kosten muss die DRF Luftrettung selbst aufkommen. Das ist ihr nur durch die Unterstützung von Förderern und Spendern möglich. In vielen Orten informieren deshalb Außendienstmitarbeiter die Bevölkerung über die Arbeit der DRF Luftrettung, um Förderer für den DRF e.V. zu werben. Sie tragen Dienstkleidung und können sich ausweisen.

Bericht: DRF-Luftrettung

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