Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 19.02.2010 00:00:00
Alarmierungsplanung: Workshop für Fw-und KVB Führungskräfte

19.02.2010 - In 22 Monaten ist es soweit. Am 1. Januar 2012 wird die Integrierte Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz ihren vollen Betrieb aufnehmen. Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung erfolgen dann aus einer Hand. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Nicht nur der Bau der neuen Einsatzzentrale muss bis dahin bewerkstelligt sein, sondern auch die so genannte Alarmierungsplanung. Bei einer Arbeitssitzung im Landratsamt Neustadt wurden nun wichtige Weichen gestellt, rund um die Frage: Wer fährt zu welchem Notfall?

Wenn ein Unfall passiert oder ein Feuer ausbricht, ist schnelle Hilfe immer das Ziel. Doch sie muss nicht nur schnell sein, sondern auch effektiv. Damit genau des künftig immer gegeben ist, hatten die Feuerwehren in den Landkreisen Neustadt, Tirschenreuth und Weiden im vergangenen Jahr eine aufwendige Hausaufgabe zu erfüllen - sie mussten Inventur machen. In das künftige Einsatzleitsystem werden nämlich nicht nur die Fahrzeuge eingepflegt, sondern die komplette Ausstattung derselben. Wenn der Kommandant künftig am Brandherd noch 100 Meter B-Schlauch nachfordert, weiß das System ganz genau, wo das nächstgelegene Löschfahrzeug steht, dass genau diesen Bedarf decken kann.



Das Problem ist nur die Unmenge an Daten. In der Sitzung, bei der Vertreter der beiden Landkreise, der Stadt, der Rettungsleitstelle, des Zweckverbandes und der Fachplaner, Dipl-Ing. Herbert Bergmann, zugegen waren, ging es desahlb auch um die Frage, wer die Daten alle erfassen soll. Die Empfehlung wird sein, dass die Aufgabe gleich zentral bei der Rettungsleitstelle angesiedelt wird. In der nächsten Sitzung wird die Verbandsversammlung dann darüber entscheiden.

Es ging aber auch schon konkret darum, zu welcher Alarmstufe wie viele Feuerwehren oder Rettungsdienst-Fahrzeuge ausrücken. Prinzipiel gibt es sowas schon. Jedoch wird künftig Landkreis-übergreifend geplant. Die einzelnen Kreisverwaltungsbehörden (KVB) sind nun angehalten, hier entsprechende Alarmpläne zu modifizieren. Die Rettungsleitstelle hat mit der Projektgruppe "Alarmierungsplanung" die Steuerung übernommen. Sollte es einmal Streitfälle geben, könnte der Regierungsbezirk schlichten. In den Grenzgebieten, wie zum Beispiel Waldershof wird künftig auch immer eine Abstimmung mit der Integrierten Leitstelle in HochFranken erfolgen.

Besprochen wurden aber auch spezielle Alarmpläne, zum Beispiel für Firmen, die mit Gefahrgut umgehen oder Einrichtungen der US-Armee. Der Katastrophenschutz muss ebenfalls eine Einbindung in das neue System finden. Geschaffen werden dann auch noch so genannte Kreiseinsatzzentralen. Wenn nach einem Unwetter zum Beispiel zahlreiche Keller unter Wasser stehen, steuert diese Zentrale eigenständig die Abarbeitung der einzelnen, ncht zeitrelevanten Einsätze und entlastet so die Integrierte Leitstelle. Hier werden künftig noch Alarmschwellen definiert werden müssen.

Der Umbau für die neue Leitstelle in den Räumen des BRK-Kreisverbandes in Weiden startet übrigens voraussichtlich Mitte Juli. Anfang nächsten Jahres kommt dann die Technik, ab Oktober 2011 soll bereits der Rettungsdienst von der neuen Einsatzzentrale aus koordiniert werden.
Drei Monate später wird dann die Feuerwehr integriert und damit der Vollbetrieb beginnen.

Unser Bild zeigt die Teilnehmer der Arbeitssitzung, vorne stehend Fachplaner, Dipl.-Ing. Herbert Bergmann.

Bild: Jürgen Meyer
Bericht: Peter Astashenko

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