Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 16.12.2010 13:50:04
Ärztliche Leiter Rettungsdienst für die Nordoberpfalz

20.12.2010 - Wie kann der Rettungsdienst in Bayern noch besser werden? Diese Frage stellte sich auch der Gesetzgeber, als er das bayerische Rettungsdienstgesetz novellierte. Die wichtigste Verbesserung ist die Einrichtung eines so genannten „Ärztlichen Leiters Rettungsdienst“. Am 20. Dezember wurden vier Ärzte für diese Aufgabe im Bereich der Leitstelle Nordoberpfalz bestellt. 

Landrat Simon Wittmann übergab in seiner Funktion als Vorsitzender des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung die Ernennungsurkunden an Dr. Gudrun Graf (Neustadt/WN), Dr. Florian Neuhierl (Kliniken Nordoberpfalz AG), Dr. Josef Kick (Weiden) und Dr. Achim Nemsow (Mitterteich). Bereits Mitte des Jahres waren die erfahrenen Notfallmediziner bei einem Lehrgang in München auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Zu der Feierstunde im Landratsamt waren zahlreiche Vertreter des regionalen Rettungs- und Gesundheitswesen gekommen. 


Für den Rettungsdienstbereich Nordoberpfalz wurde eine Arbeitsgruppe aus vier Ärztinnen/Ärzten ab 01.01.2011 zum Ärztlichen Leiter Rettungsdienst gem. Art 10 Abs 1 BayRDG bestellt: v.l. Verbandsvorsitzender und Landrat Simon Wittmann, Dr. Florian Neuhierl (Kliniken Nordoberpfalz AG, Weiden i.d.OPf.),  Dr. Achim Nemsow (Mitterteich), Dr. Gudrun Graf (Neustadt a.d.Waldnaab), Dr. Josef Kick (Weiden i.d.OPf.) und ZRF Geschäftsleiter Alfred Rast
 
Die Aufgaben der neuen „ärztlichen Leiters Rettungsdienst“ werden sehr umfangreich. Hauptziel ist dabei immer, die Qualität des Rettungsdienstes in der Region zu verbessern. So können sie den Zweckverband beraten, wenn es um Standorte oder Ausstattung von Rettungsdiensteinrichtungen geht. Sie überwachen auch die Aus- und Fortbildung der Notärzte und des Rettungsdienstpersonals. Es wäre ihnen auch erlaubt, den Rettungsassistenten Handlungsanweisungen für bestimmte Notfälle zu geben. Auch die Arbeit der Integrierten Leitstelle können Sie beratend begleiten.

Um ihre Aufgaben zu erfüllen, haben sie umfangreiche Rechte. So dürfen sie in der Versammlung des Zweckverbandes Anträge stellen und besitzen ein Rederecht. Von den Hilfsorganisationen können sie anonymisierte Einsatzdaten anfordern um die Effizienz zu beurteilen. Wenn es im Interesse des Lebens von anderen Notfallpatienten ist, können sie sogar personenbezogene Dokumentationen einsehen. In gewissen Bereichen besitzen die „ärztlichen Leiter“ auch das letzte Wort.

Aus der Gruppe der vier bestellten „ÄLRD’s“ wird sich noch ein Sprecher finden. Es ist zudem geplant, dass sie sich die Arbeit in Fachbereiche aufteilen.

Bericht: Peter Astashenko
Bild: Jürgen Meyer

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