Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 19.06.2010 10:34:13
Brand in Weiden

18.06.2010 - Die Rauchentwicklung in einem Hochhaus führt in der Nacht von Freitag auf Samstag, 19.06.2010 zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte in Weiden i.d.OPf.. Die Chronologie zeigt, wie sich ein vermeintlich einfaches Einsatzgeschehen immer größer entwickelte.

Um 23.05 Uhr am Freitagabend erhielt die Polizei die Meldung von einer Rauchentwicklung im Keller eines Hauses in der Tulpenstraße in Weiden/OPf.. Vier Minuten später wurde die ZRF-Rettungsleitstelle über diesen Einsatz unterrichtet. Gemäß Alarmplan schickten die Disponenten den Weidener Rettungswagen des BRK zu der Einsatzstelle. Parallel rückte auch ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften aus.

Um 23.17 Uhr rief ein Disponent der Rettungsleitstelle in der Feuerwehreinsatzzentrale an und erkundigte sich nach der aktuellen Lage, da bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Rückmeldung kam. Die Auskunft: "eine Person sei im Gebäude und kommt nicht raus". Daraufhin wurde sicherheitshalber noch ein zweiter Rettungswagen des BRK alarmiert, sowie der Notarzt aus Weiden. BRK-Einsatzleiter Rüdiger Ubrig aus Windischeschenbach machte sich ebenfalls auf den Weg.

 
Um 23.22 Uhr kam die erste Lagemeldung von der Besatzung des Rettungswagens: Der Hausgang sei verraucht, das Haus voller Personen. Es wurde darum gebeten, die Schnell-Einsatz-Gruppe des BRK Weiden zu verständigen.

Um 23.25 Uhr wurde der ZRF-Rettungsleitstelle das erste Mal mitgeteilt, dass es sich bei dem "Haus" um ein Hochhaus handelt. 7 Stockwerke, "50-60 Personen im Gebäude" schätzten die Einsatzkräfte. Daraufhin wurde Großalarm ausgelöst. Neben der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des BRK Weiden wurden noch die SEGen Neustadt/WN, Eschenbach und Vohenstrauß alarmiert, dazu die Mobilen Unfallnachsorgen aus Windischeschenbach und Rothenstadt, Leitender Notarzt Dr. Josef Kick, Organisatorischer Leiter Jürgen Sollfrank, die Unterstützungsgruppe der Sanitätseinsatzleitung und der Technische Dienst des Roten Kreuzes, der über Zelte verfügt. Notarzt Andreas von Bohlen war zufällig am Funk und bot seine Dienste an. Mit den Schnelleinsatzgruppen kamen noch die Notärzte Gerhard Wührl und Dr. Rüdiger Hettler.

Um 23.45 Uhr wurde gemeldet: Feuer Aus! Die SEG Eschenbach und Vohenstrauß, die noch auf der Anfahrt waren, wurden ebenso abbestellt, wie der Technische Dienst und die Mobilen Unfallnachsorgen. Da kein Verbandsplatz aufgebaut werden musste, waren so viele Kräfte nicht erforderlich.

Die Einsatzleitung entschied mit zwei Trupps durch das Haus zu gehen und alle Bewohner zu untersuchen. Insgesamt -3- Personen wurden ärztlich versorgt, es musste jedoch keine Person ins Krankenhaus eingeliefert werden. (Die Polizei meldet eine Person, die ins Klinkum gebracht wurde, diese wurde wenn dann aber nicht durch das BRK transportiert.)

Um 01.30 Uhr war der Einsatz für das BRK und die ZRF-Rettungsleitstelle beendet.

Insgesamt waren 25 Helfer des BRK, vier Ärzte und zwei Einsatzleiter vor Ort.

Bericht: Peter Astashenko
Bilder: bk-media.de

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