Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 25.11.2010 15:04:10
ILS: Stammdatenbestand nimmt Formen an

25.11.2010 - Das es ein Kraftakt wird, war schon immer klar. Bis die neue Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz (kurz: ILS) starten wird, muss eine immense Datenflut in das neue Einsatzleitsystem eingepflegt werden. Bei einer Schulung in Österreich wurden die Verantwortlichen in neue Optionen der Software unterwiesen.

Von der schönen Winterwelt in Sankt Johann hatten Ramona Scharnagl, Alexander Ermer, Systemverwalter Martin Lichtblau und stellvertretender Leitstellenleiter Jürgen Meyer wenig. Zwei Tage lang brachten Katrin Lageder von der Firma "Eurofunk Kappacher" und Alfred Hörmann von der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried den vier Verantwortlichen neue Module der künftigen Einsatzleitsoftware "ELDIS III" näher. Es ging vor allem um die  Disposition und die Möglichkeiten der Option "MapInfo". Diese ermöglicht direkt auf einer digitalen Karte so genannte Alarmzonen darzustellen.

Für jedes Haus im Leitstellenbereich wird es künftig einen Einsatzplan geben. Im neuen Einsatzleitsystem kann der Disponent eine virtuelle Stecknadel auf einen Einsatzort stecken. Das System errechnet anhand der Notfallmeldung schließlich automatisch, welche Feuerwehren und welche Rettungsmittel hier am schnellsten sind. Auf der Karte wird dies dann auch grafisch wiedergegeben.  Problem ist die Datenmenge. Beim Rettungsdienst ist es überschaubar. Es gibt "nur" acht Rettungswachen und sieben Notarzt-Standorte im Bereich der Leitstelle Nordoberpfalz. Dazu eine überschaubare Zahl von Unterstützungsdiensten, wie Schnelleinsatzgruppen, Bergwacht, Wasserwacht oder DLRG.

Anders bei den Feuerwehren. Knapp 250 Wehren gibt es. Alle müssen genau verplant werden. Für jeden Ort und jedes Einsatzstichwort gibt es dann einen Alarmplan, aufgrund des Gesetzes auch Landkreisgrenzen-übergreifend. Diese Alarmierungsplanung umfasst schon jetzt mehrere zehntausend Seiten und muss in das System eingepflegt werden. Allein die grafische Umsetzung der Alarmzonen auf die digitale Landkarte wird rund ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

Neben der Abstimmung der drei Feuerwehrverbände Tirschenreuth, Neustadt/WN und der Stadt Weiden, gilt es derzeit auch bei der Datenerfassung wieder Zeit gutzumachen. Durch die Revision der Betreiberentscheidung bei der künftigen Integrierten Leitstelle vom BRK hin zum Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, ging Zeit verloren. Die Verantwortlichen bleiben dennoch zuversichtlich, bis Ende 2011 in den Probebetrieb zu gehen und im Frühjahr 2012 mit dem Vollbetrieb der ILS zu starten. Dann werden auch in der Nordoberpfalz Rettungsdienst und Feuerwehr über die einheitliche Notrufnummer 112 erreichbar sein.



Das Bild zeigt (von links): Jürgen Meyer, Alexander Ermer, Ramona Scharnagl, Schulungsleiterin Katrin Lageder und Martin Lichtblau.

Bericht: Peter Astashenko
Bild: eurofunk kappacher

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