Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 23.03.2011 08:00:00
Digitalfunkberater für Leitstelle

23.03.2011 - Krächzen, Funklöcher, nicht abhörsicher – 2013 soll dem analogen Funk von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr langsam der Gar ausgemacht werden. Das Zauberwort heißt digitaler Funk. Damit auch die künftigen Anwender mit der neuen Technik zurecht kommen, wird einiges an Schulung nötig sein. Deshalb haben sich Rüdiger Ubrig und Stephan Schieder von der Leitstelle Nordoberpfalz zu „Fachberatern Digitalfunk“ schulen lassen. Die Ausbildung fand an der staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg statt.

Drei Tage lang ging es vor allem darum, wie den künftigen Anwendern die Technik nahe gebracht werden kann. Grundlage ist dabei die so genannte elektronische Lernanwendung. Eine Plattform im Internet, auf der die Theorie zum Digitalfunk vermittelt wird. Die Ausbilder werden dadurch entlastet und können sich bei der Anwenderschulung vor allem um die praktische Handhabung der Geräte kümmern. Schieder und Ubrig hatten während des Lehrgang deshalb auch viel Gelegenheit, sich mit den verschiedensten Digitalfunkgeräten vertraut zu machen. Besonders die Vocoderfunktion beeindruckte. Damit werden bei Funkgesprächen Störgeräusche gefiltert.



Die Ausbilder Andreas Kreuzpaintner und Josef Huber von der staatlichen Feuerwehrschule vermittelten den künftigen Fachberatern aber auch, wie sie die elektronische Lernunterlage ihren Erfordernissen anpassen und wie sie Fernmeldeskizzen erstellen. Auch die Theorie rund um den Digitalfunk nahm breiten Raum ein. Das Funknetz ist künftig nicht mehr auf eine Hilfsorganisation begrenzt. Rein theoretisch können Funkgeräte Deutschlandweit zusammen geschalten werden. Das System funktioniert dabei ähnlich der Mobiltelefone, mit dem Unterschied, dass die Einsatzzentralen steuern können, wer mit sich mit wem unterhalten kann. So können bei größeren Einsätzen Fachdienste miteinander kommunizieren. Im Normalbetrieb erfolgt die Trennung, so läuft der Funkbetrieb dann Störungsfrei.

Die beiden Leitstellen-Disponenten Schieder und Ubrig werden aber nicht nur als Ausbilder tätig sein. Sie sollen auch Organisationen zur Einführung des Digitalfunks beraten. Wenn es zum Beispiel darum geht, wie eine Feuerwehr künftig alarmiert werden soll, oder welches Funkgerät den Bedürfnissen entspricht, sind sie die ersten Ansprechpartner.

Bericht: Peter Astashenko
Bild: Stephan Schieder

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