Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 07.01.2012 22:32:49
Schwerer VU mit getöteten Kind auf der A6

07.01.2012 - Am Samstag, gegen 12.50 Uhr, befuhr ein 52jähriger aus Regensburg mit seinem VW Sharan die A6 in Fahrtrichtung Tschechien und überholte kurz nach der Ausfahrt Waidhaus einen Sattelzug. Als er nach dem Überholvorgang wieder nach rechts wechseln wollte, verlor er auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte zunächst gegen die rechte Schutzplanke.

Durch die Wucht der Kollision wurde der mit insgesamt fünf Personen besetzte  VW wieder zurück auf die Fahrbahn geschleudert und dort von dem kurz zuvor überholten Sattelzug gerammt. Dessen Fahrer, ein 61jähriger tschechischer Staatsangehöriger aus Prag, hatte noch vergeblich versucht auszuweichen, konnte jedoch den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.



Bei dem Unfallgeschehen wurde die Beifahrerseite des VW komplett zerstört und ein hinten rechts sitzendender 11jähriger Junge getötet. Der Beifahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen, während der Fahrer sowie eine Frau und ihr Kleinkind mit leichteren Verletzungen in ein Klinikum transportiert wurden. Anzumerken ist noch, dass der Fahrer des Sattelzuges bei dem Unfall unverletzt blieb.

Unter der Leitung des Organisatorischen Einsatzleiters Andreas Scheuner, und dem leitenden Notarzt Ernst Kirschsieper, eilten zahlreiche Rettungskräfte an die Unfallstelle. Insgesamt waren drei Notärzte, fünf Rettungswagen des BRK aus Vohenstrauß, Weiden und Oberviechtach, der Rettungshubschrauber Christoph 15 aus Straubing sowie der Helfer vor Ort aus Waidhaus im Einsatz.



Weiterhin wurde über die Rettungsleitstelle Nordoberpfalz in Weiden das Kriseninterventionsteam zur Betreuung der Angehörigen an den Unglücksort beordert.

Unter Leitung von KBR Richard Meier und KBI Hans Rewitzer waren die Feuerwehren aus Waidhaus, Vohenstrauß und Eslarn mit 40 Einsatzkräften vor Ort. Sie bargen den toten Jungen aus dem zerstörten Fahrzeug, führten die verkehrslenkenden Maßnahmen durch und reinigten die Fahrbahn.



Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde durch die Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf die Hinzuziehung eines Unfallsachverständigen angeordnet.Während des Rettungseinsatzes musste die Autobahn in östlicher Fahrtrichtung gesperrt werden, wodurch es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen mit mehreren Kilometern Rückstau kam. Gegen 16.45 Uhr waren die Bergungsarbeiten und die Unfallaufnahme beendet und die Autobahn konnte wieder für den Verkehr wieder freigegeben werden.

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