Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 16.07.2011 19:35:13
Disponentenlehrgang erfolgreich bestanden

16.07.2011 - Im September kommt die Einsatzleittechnik für die neue Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz (kurz: ILS), im Frühjahr 2012 wird die Einsatzzentrale für Feuerwehr und Rettungsdienst ihren Betrieb aufnehmen. Doch was nützt die beste Technik, wenn es niemanden gibt, der sich damit auskennt? Die Disponenten in Weiden stellen sich deshalb einer enormen Aufgabe. Bis Jahresende sollen alle 16 Disponenten der derzeitigen Stammbesetzung fertig für ihre neue Aufgabe geschult sein. Am Freitag war Halbzeit, als Elisabeth Meiller, Wolfgang Maier, Stephan Schieder und Markus Wild den Disponenten-Lehrgang an der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried bestanden haben.

Im Rettungsdienst sind alle seit Jahren tätig. Die vergangenen zwei Jahre wurden die 16 Disponenten zu Hauptbrandmeistern ausgebildet. Auf der Zielgeraden werden heuer alle Disponenten der Leitstelle Nordoberpfalz sieben Wochen an der staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried verbringen. Hier erfolgt der Feinschliff für die künftige Arbeit. Jürgen Meyer, Gerald Wölfl, Martin Lichtblau und Jürgen Göppl brachten als erste die sieben Wochen und die schwere Abschlussprüfung hinter sich. Jetzt erreichte die zweite Gruppe die vollständige Qualifikation für ihre künftige Aufgabe.


Unsere frischgebackenen Disponenten mit ihren Ausbildern: (stehend: v.l. Christan Schlosser, Lehrgangsleiter Georg Dürr, Markus Harrer - sitzend: Stephan Schieder, Markus Wild, Elisabeth Meiller, Wolfgang Maier)

Der letzte Lehrgang bringt Feuerwehr- und Rettungsdienst-Ausbildung so zusammen, dass jedes Hilfeersuchen künftig richtig bearbeitet werden kann. Dazu wird in den sieben Wochen die Infrastruktur des bayerischen Hilfeleistungssystem bis ins Detail besprochen. Dazu kommen rechtliche und taktische Grundlagen bei der Bearbeitung von Einsätzen für Feuerwehr, Rettungsdienst oder Katastrophenschutz. Geschult wurden die Nordoberpfälzer dabei auch im neuen Einsatzleitsystem ELDIS III. Dozenten waren dabei nicht nur die Ausbilder der Feuerwehrschule, sondern auch Staats- und Rechtsanwälte sowie Vertreter des Innenministeriums.

Damit es nicht nur um trockenen Lernstoff ging, gab es auch ein kleines Rahmenprogramm. Die Teilnehmer besuchten die Feuerwache 5 der Berufsfeuerwehr München und besichtigten die Druckkammer, waren zu Gast im Traumazentrum im Klinikum München-Schwabing und durften mit der Bergwacht im Simulationszentrum Bad Tölz trainieren. Bei einer Exkursion zum Gipfelkreuz der Zugspitze konnten die Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes einmal ihren Kopf lüften.
 
Den Abschluss der 280 Stunden umfassenden Ausbildung bildete ein anspruchsvoller Abschlusstest, schriftlich, mündlich und praktisch in der Integrierten Lehrleitstelle in Geretsried. Dabei galt es vom einfachen Krankentransport bis zum Massenanfall von Verletzten alle Schadenslagen richtig „abzuarbeiten“. Bestanden haben bisher alle. Bis Jahresende werden auch die restlichen Disponenten der Stammbesetzung diese Ausbildung noch absolvieren.

Und auch die neuen Mitarbeiter haben einiges vor sich. Die drei neu eingestellten Rettungsassistenten, die auch auf dem Rettungshubschrauber „Christoph 80“ eingesetzt werden, müssen 17 Wochen Feuerwehrgrundausbildung und schließlich die sieben Wochen in Geretsried bewältigen. Die beiden Gruppenführer der Feuerwehr die kürzlich eingestellt wurden, beginnen ihre Karriere beim Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung mit einer Ausbildung zum Rettungssanitäter und einer Angleichungsschulung um den Wissensstand eines Rettungsassistenten zu haben. Danach folgen zehn Wochen Gruppenführerausbildung an einer Feuerwehrschule und schließlich ebenfalls die sieben Wochen in Geretsried. Insgesamt 22 Angestellte wird die ILS nach derzeitigen Planungen dann haben.

Bericht: Peter Astashenko
Bild: SFS-G

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