Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 17.01.2011 08:27:47
Tödlicher Verkehrsunfall bei Erbendorf (Kreis Tirschenreuth)

16.01.2011 - Um 20.41 Uhr erreichte am Sonntagabend die Leitstelle Nordoberpfalz die Mitteilung über einen schweren Verkehrsunfall auf der B22 zwischen Erbendorf und Waldeck (Kreis Tirschenreuth). Mehrere Personen sollen schwer verletzt und eingeklemmt sein.

Unverzüglich alarmierten die Disponenten die BRK-Rettungswagen aus Erbendorf, Kemnath und Weiden, die Notärzte Dr. Lydia Rockel, die in Kemnath im Dienst war und Dr. Stefan Treuter, der von Tirschenreuth anfuhr. Hans-Peter Scharf aus Wildenreuth übernahm die Einsatzleitung beim BRK. In der Rettungswache Erbendorf war zufällig noch der Tagdienst anwesend (Schichtwechsel ist eigentlich um 18.30 Uhr). Die Mannschaft besetzte noch den Krankenwagen der Rettungswache und fuhr ebenfalls mit an.

 
An der Einsatzstelle bot sich ein verherrendes Bild. Ein Auto war vermutlich ins Schleudern geraten und mit der Beifahrerseite in ein anderes Auto gekracht. Dabei stürzte das schleudernde Auto auf die Seite. In beiden Autos sassen junge Männer, die vom Einsatzleiter zwischen 25 und 30 geschätzt werden. Beide waren eingeklemmt. Die Feuerwehren aus Erbendorf, Kemnath und Waldeck, unter Leitung des Erbendorfer Kommandanten Bernhard Schmidt, schafften mit schwerem Rettungsgerät Zugänge zu den Verunglückten. Auch Kreisbrandmeister Ottmar Böhm war mit vor Ort. Der Fahrer des Wagens der ins Schleudern geraten war, konnte jedoch nur noch tot aus dem Fahrzeugwrack geborgen werden. Der andere Fahrer wurde schließlich aus seinem Fahrzeug gerettet. Er erlitt schwerste Verletzungen, war aber ansprechbar. Die Notärzte und Rettungsassistenten stabilisierten ihn vor Ort. Er wurde schließlich in ein Klinikum transportiert.

Der Kemnather Stadtpfarrer Amschl, spendete dem tödlich verunglückten 29Jährigen noch an der Unfallstelle die Sterbesakramente. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft in Weiden wurde zur genauen Klärung der Unfallursache ein Sachverständiger hinzugezogen, der unverzüglich zur Unfallstelle kam.

Die B22 war für die Dauer der Unfallaufnahme für ca. 3 Stunden total gesperrt. Vollständigkeitshalber sei erwähnt, dass der Gesamtschaden, Totalschaden, an beiden Fahrzeugen bei etwa 10.000 Euro liegt.

Bericht: Peter Astasheko/Jürgen Meyer
Bilder: bk-media.de

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