Zweckverband für Rettungsdienst und
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Meldung vom 24.12.2016
Von schwarzen Gänsen, Notrufen und Weihnachtstraditionen

24.12.2016 - Nicht alle können den Heiligen Abend zu Hause bei ihren Familien verbringen. Vor allem Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte oder Polizisten müssen auch an Weihnachten arbeiten. So auch die Disponenten der Integrierten Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz. Das heißt aber nicht, dass Weihnachten für sie komplett ausfällt.

Auch bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz wird natürlich Weihnachten gefeiert. Schon jetzt hat das Christkind ein paar Geschenke für die Disponenten unter den Baum gelegt. Das hat Tradition in der Leitstelle. Jedes Jahr gibt es ein Geschenk, dass die Mitarbeiter auch im Beruf brauchen können. „Dieses Jahr gibt es eine Hülle für das Headset“, erzählt Jürgen Meyer, stellvertretender Leiter der ILS und Pressesprecher.

Normalerweise ist es zu Weihnachten und vor allem an Heilig Abend eher ruhig in der Leitstelle. Davor aber herrscht noch Weihnachtsstress: Viele Krankenhäuser rufen an, um Krankentransporte zu organisieren. „Wenn es möglich ist, schicken sie die Patienten über Weihnachten nach Hause“, erzählt Meyer. Dass das reibungslos funktioniert werden bei der Leitstelle sogar Sonderschichten eingerichtet. „Ab 14 Uhr wird es dann erfahrungsgemäß etwas ruhiger.“

Elena Kummert ELP_600

Wie eine große Familie
Weihnachten steht auch bei den Disponenten ganz im Zeichen der Familie: „Wir achten schon darauf, dass Mamas und Papas an Heilig Abend bei ihren Kindern sein können. Aber wir schauen auch, dass die, die an Weihnachten arbeiten dafür an Silvester nicht ran müssen“, erklärt Meyer. In der Leitstelle selbst wird dann ein kleines Festmahl gezaubert. „Dafür übernimmt man auch mal die Aufgaben des anderen, dass der dafür in der Küche werkeln kann.“ Wenn es aber dann doch zu mehreren Einsätzen kommt als geplant, muss der Braten auch mal warten: „Wir hatten hier schon öfter verkochte Knödel oder eine schwarze Gans“, lacht Meyer.

Es gab schon Weihnachtstage, da hat es beinahe ununterbrochen geklingelt. Meistens aber ist es ruhig. Erst am ersten Weihnachtsfeiertag ist wieder mehr zu tun. Viele rufen dann an, weil sie zu Hause alleine sind und jemanden zum reden brauchen. Oder weil es Streit gab. „Wenn nicht viel los ist, nehmen sich die Disponenten auch die Zeit und reden ein bisschen mit den Anrufern.“ Einige rufen auch an, weil sie wissen wollen, welcher Arzt Dienst hat oder welche Apotheke offen hat. Dafür wäre aber eigentlich der Hausärztliche Notdienst unter zuständig.

Traditionen in der Leitstelle
Auch zur Tradition gehört es, dass Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und der Leitstellenleiter Herbert Putzer am 24. Dezember mit einem Weihnachtspaket vorbeikommen. Dann gibt es Lebkuchen und Kinderpunsch. Traditionell gibt es auch jedes Jahr ein Weihnachtsvideo. In diesem Jahr haben sich die Disponenten dafür Unterstützung in die Leitstelle geholt.

ILS Christbaum 2016

Von Yvonne Sengenberger, oberpfalzecho.de

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