Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 11.01.2015
Ziel erreicht! Meyer ist Brandoberinspektor

12.01.2015 - Die Ausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst, in der Qualifikationsebene 3 in Bayern, ist nicht einfach und für viele Teilnehmer gilt deshalb nur eines: Hinsetzen, pauken, Augen zu – und durch! Der stellvertretende Leiter der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz, Jürgen Meyer, durfte diese Ausbildung genießen. Am Ende hieß es: Bestanden Meyer – Glückwunsch! Diese Qualifikation ist Pflicht für seine Aufgabe in der ILS Nordoberpfalz.

Landrat und Verbandsvorsitzender Andreas Meier überreichte, zusammen mit Alfred Rast, dem Geschäftsleiter des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz und Leitstellenleiter Herbert Putzer die Urkunde und gratulierten zur bestanden B4-Prüfung.

Meyer_BOI_Urkunde_600

Der 40-Jährige ist damit der zweite Brandoberinspektor (BOI) der nördlichen Oberpfalz. Gleichzeitig ist es aber auch die Belohnung für eine harte Ausbildung. Als Rettungsdienstler und Kaufmann für Bürokommunikation, war es eine große Herausforderung sich z.B. mit Baukunde, Feuerwehreinsatzrecht und der Planbearbeitung im vorbeugenden Brandschutz auseinanderzusetzen.

Viele Wochen unterwegs
Los ging es bei der ständig besetzten Feuerwache Erlangen. In sieben Wochen erhielt Meyer hier eine solide breitgefächerte Feuerwehrgrundausbildung. Nach diesem Ausbildungsmodul ging es weiter nach Regensburg, an die staatliche Feuerwehrschule. Zehn Wochen lang wurde das erlernte feuerwehrtechnische Geschick studiert und das Wissensniveau vertieft. Dann folgte von Januar bis Mai 2014, mit 17 weiteren Teilnehmern aus ganz Bayern, eine kombinierte Zugführer- und Verbandsführerausbildung an der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried.

Im Sommer letzten Jahres konnte der gebürtige Erbendorfer dann sein Wissen bei der Berufsfeuerwehr Nürnberg und Regenburg das erste Mal praktisch anwenden. Das Praktikum diente dazu, das Gelernte zu vertiefen. Meyer hospitierte in den verschiedensten Abteilungen und Sachgebieten der beiden Berufsfeuerwehren. Einsatzorganisation, Einsatzplanung, Grundsatzfragen, Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz standen auf dem Programm.

Prüfungsmarathon
Den Abschluss bildete ab September 2014 eine zweimonatige Ausbildung erneut an der SFS Geretsried. In diesem Führungslehrgang bekam Meyer, im wahrsten Sinne des Wortes, den letzten Schliff. Ob er schließlich auch geeignet ist, diesen hohen Feuerwehrdienstgrad zu tragen, musste er in fünf Prüfungen unter Beweis stellen. Neben drei je dreistündigen schriftlichen Prüfungen, galt es noch ein Planspiel zu bewältigen und die 5-köpfige Prüfungskommission schließlich noch persönlich zu überzeugen.

Meyer hat damit die Qualifikation eine ILS zu führen. Bereits 2010 absolvierte Herbert Putzer die selbige Ausbildung zum Brandoberinspektor. Eine Frage, die oft auftaucht ist, ob Meyer damit den Kreisbrandräten und –inspektoren vorgesetzt ist. Dies ist nicht der Fall. Die Feuerwehrführung auf Stadt- oder Kreisebene hat eine eigene Struktur. In der Leitstelle gilt jedoch die Dienstgrad-Hierarchie ähnlich einer Berufsfeuerwehr. Im Fall eines Feuerwehreinsatzes gehört die ILS jedoch zur „nachgeordneten Einsatzlenkung“. Das heißt, sie ist ein Teil der Einsatzleitung vor Ort. Von daher ist die hohe Qualifikation nötig.

Meyer‘s persönliche Bilanz:
226 Tage, 5 Städte, 2 Berufsfeuerwehren, 1 Ständig besetzte Feuerwache, 1 Landesfeuerwehrschule, 5 schriftliche Klausuren, 3 praktische Prüfungen, 3 mündliche Prüfungen, 3 Planspielprüfungen 15.500 gefahrene Kilometer … und jede Menge neue kostbare, unvergessliche Erfahrungen und wertschätzende Kontakte!

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