Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

Sie befinden sich hier > Nachrichten > Archiv
Meldung vom 04.05.2011 08:21:35
"Christoph 80" zu seinem 100. Einsatz alarmiert

03.05.2011 - Um 13:45 Uhr war es soweit. 33 Tage nach dem Start alarmierten die Disponenten der Leitstelle Nordoberpfalz "Christoph 80" zu seinem 100. Einsatz. Der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung flog zu einem Herzpatienten in den östlichen Landkreis Neustadt/WN.

Dabei ist „Christoph 80“ nicht nur in der Nordoberpfalz unterwegs. Auch die umliegenden Rettungsleitstellen nutzen die günstige Lage in Nordostbayern. Für die Nachbarleitstellen HochFranken (Hof), Amberg aber auch Regensburg, Nürnberg, Coburg und Plauen wurden schon zahlreiche Einsätze abgewickelt. Den weitesten Anflug legte das Rettungsteam am 9. April zurück, als sie zu einem schweren Verkehrsunfall südlich von Zwickau in Sachsen alarmiert wurden. Am 24. April ging es ebenfalls in den Bereich der Leitstelle Plauen zu einem Verkehrsunfall auf die A72.



Einsatzstärkste Tage bisher waren der 6., der 15. April und der 30. April. An diesen Tagen wurde der Hubschrauber zu je sechs Einsätzen gerufen. Rein rechnerisch ist „Christoph 80“ um die drei Mal pro Tag unterwegs. Dies zeigt auch, welch sinnvolle Ergänzung "Christoph 80" für die Notfallversorgung in der Region darstellt.

Ein Großteil der Rettungsflüge sind internistische Notfälle, bei denen „Christoph 80“ der schnellste Weg ist, einen Notarzt an die Einsatzstelle zu bringen. So zeigt sich in einigen Gebieten, die die Leitstelle Nordoberpfalz betreut, ein Zeitvorteil gegenüber dem bodengebundenen Notarzt. Aber auch die Amberger Nachbarn nutzen den Hubschrauber als schnellen Notarztzubringer vor allem im Bereich Vilseck, Hirschau und rund um Oberviechtach.

Aber auch schwere Unfälle und chirurgische Notfälle galt es schon zu bewältigen. Einem Mann in der Nähe von Hof rettete die Besatzung von „Christoph 80“ zusammen mit den bodengebundenen Rettern das Leben. Der Landwirt war von seinem Traktor überrollt worden. Auch nach einem schweren Betriebsunfall im US-Lager Grafenwöhr sorgte der Rettungshubschrauber für eine schnelle Versorgung und einen schonenden Transport. Ein Einflug in die Sperrzone war dank der Kooperation mit den amerikanischen Stellen dabei problemlos möglich. Am 28. April wurde das Hubschrauber-Team von Rettungswagen und Notarzt im Stadtgebiet Weiden angefordert. Ein junger Mann war mit einem Quad gegen einen Bagger geprallt. Da er keinen Helm trug wurde er schwerst verletzt. Nach Stabilisierung und Narkose flog „Christoph 80“ den Patienten in ein Klinikum mit neurochirurgischer Abteilung.

Übrigens nur drei der 100 Einsätze waren Fehleinsätze. Einen Anflug zu einem Einsatz ins Fichtelgebirge musste der Pilot wetterbedingt abbrechen. Bei zwei anderen Einsätzen waren die Verletzungen des Patienten so leicht, dass der Hubschrauber noch im Anflug vom Rettungsteam am Boden abbestellt werden konnte. So war der Rettungshubschrauber für weitere Einsätze verfügbar.

Bericht und Bild: Peter Astashenko

ILS Nordoberpfalz 2018 | Impressum | Telefon: +49 (961) 38833-0 | leitung@ils-nordoberpfalz.de