Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 29.03.2012 18:10:56
Mehrere Schüler erkranken während des Unterrichts

30.03.2012 - Nachdem eine Schulklasse eine Schulaufgabe von 08.00 bis 09.30 Uhr geschrieben hatte zeigte ein Schüler Symptome einer Erkrankung. Zunächst nahm man an, dass möglicherweise Gase in der Luft verantwortlich für dieses Verhalten sei. Daher wurde der Unterricht in einem anderen Klassenzimmer fortgesetzt. Der Gesundheitszustand des 17jährigen Schülers verschlechterte sich jedoch zusehends. Deshalb wurde von der Schulleitung gg. 10.04 Uhr ein Sanitätsfahrzeug zur Schule beordert. Der Notarzt kam mit dem Rettungshubschrauber der DRF Christoph 80. Nach Erstversorgung wurde der Schüler mit dem Rettungswagen in ein nahegelegens Klinikum eingeliefert.



Aufgrund des Vorfalls zeigten zwei weitere Schülerinnen (18 und 16 Jahre) ähnliche Anzeichen einer Erkrankung. Zehn weitere Schülerinnen klagten über Unwohlsein. Daher wurde angenommen, dass evtl. Verunreinigungen der Luft Ursache wären und teilte dies gg. 11:40 Uhr der Rettungsleitstelle Nordoberpfalz mit. Ein Großaufgebot von Rettungskräften des BRK rückte unter der Leitung des Organisatorischen Einsatzleiter (OrgL) Christian Putzer aus Weiden mit 35 Kräften an. Drei Notärzte unter der Führung von Leitendem Notarzt Gerhard Wührl versorgten die Schüler.

Die Freiwillige Feuerwehr war mit elf Wehrmännern unter Kommandant Michael Spranger ausgerückt. Sie führten sofort Gasmessungen in den Schulräumen durch und sperrte mit den elf eingesetzten Polizeikräften unter der Führung des Neustädter Inspektionsleiters Klaus Prießnitz den Ereignisort ab. Das Kriseninterventionsteam aus Weiden stand mit vier Helfern für die Betreuung nicht verletzter Personen vor Ort bereit. Nach der Erstversorgung wurden die zwei Schülerinnen ebenfalls in ein Klinikum verbracht. Drei weitere Schülerinnen bedurften intensiver ärztlichen Betreuung vor Ort, den weiteren zehn Schülerinnen ging es nach kurzer Zeit wieder besser.

Die Messungen der Freiwilligen Feuerwehr erbrachten keinerlei Hinweise auf eine Verunreinigung der Luft in den Klassenzimmern. Die intensiven Untersuchungen der Patienten zeigte eine Magendarminfektion des Schülers auf. Die anderen Patienten zeigten aufgrund der besonderen Aufregung ähnliche Symptome. Während die in der Schule behandelten Schülerinnen nach der eingehenden Behandlung der Notärzte entlassen werden konnten, mussten die drei ins Klinikum eingelieferten Patienten zu Beobachtung in der Klinik verweilen. Für die Schüler der anderen Klassen fand der Unterricht ohne weitere Störungen statt.

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