Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 20.02.2011 16:40:56
Schwerer Verkehrsunfall auf der B22 bei Döltsch

20.02.2011 - Es war vermutlich eine Schneewehe, die am frühen Morgen einen sehr schweren Unfall im Landkreis Neustadt/WN verursacht hat. Vier junge Leute wurden dabei verletzt, zwei davon vermutlich lebensgefährlich.

Um 4.09 Uhr nahmen die Disponenten der Leitstelle Nordoberpfalz den Notruf entgegen. Auf der B22 Höhe Döltsch (Fahrtrichtung Weiden > Bayreuth) waren zwei Autos kollidiert. In der ersten Meldung hieß es, dass mindestens zwei Personen eingeklemmt wären.

Sofort wurden die BRK-Rettungswagen aus Weiden, Neustadt, Tirschenreuth, Kemnath und Eschenbach alarmiert, dazu die Notärzte Dr. Ralf Zanon aus Weiden, Dr. Gudrun Graf aus Neustadt, Dr. Theo Meier aus Tirschenreuth und Gerhard Wührl aus Püchersreuth als leitender Notarzt. Der "Helfer vor Ort" des BRK Krummennaab rückte ebenfalls aus. Die BRK-Einsatzleitung übernahm Markus Münchmeier, der ebenfalls aus Krummennaab kam.

An der Unfallstelle war ein Ford Focus, der mit drei jungen Leuten besetzt war, vermutlich ins Schleudern geraten und mit der Beifahrerseite in einen entgegenkommenden Golf gekracht. Die drei Insassen des Ford wurden dabei eingeklemmt und teils lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer des Golf hatte Glück und erlitt "nur" leichtere Verletzungen und Prellungen. Nach einer Erstversorgung vor Ort brachte ein Rettungswagen ihn in ein Krankenhaus..

Um an die Insassen des Ford heranzukommen war die Feuerwehr gefordert. Stück für Stück zerlegten sie das Fahrzeug um an die Verletzten heranzukommen. Relativ zügig ging dies noch bei dem jungen Mann der auf dem Rücksitz saß. Er wurde schwer verletzt und erlitt vermutlich diverse Brüche.



Die Fahrerin des Focus wurde schwerer verletzt. Bei Eintreffen des Einsatzleiters war sie immer noch nicht richtig ansprechbar. Ihre Befreiung nahm einige Zeit in Anspruch. Sie wurde schließlich in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr kann nicht ausgeschlossen werden. Am schwersten Verletzt wurde jedoch der junge Mann der auf dem Beifahrersitz saß. Auf seiner Höhe schlug der Golf beim Aufprall ein. Er war schwerst eingeklemmt. Fast eine Stunde war nötig, um ihn aus den Trümmern zu befreien. Noch an der Einsatzstelle wurde er in Narkose versetzt. Auch er wurde schließlich lebensgefährlich verletzt in ein Klinikum gebracht. Die Leitstellen-Disponenten hatten zwischenzeitlich versucht, für diesen Verletzten den Christoph Regensburg an die Einsatzstelle zu bekommen. Schlechte Sicht machte jedoch einen Flug zum Unfallort unmöglich.

Gut zwei Stunden nach dem Unfall waren alle Verletzten in den Kliniken.

Bericht: Peter Astashenko
Weitere Bilder: bk-media.de

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