Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz

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Meldung vom 16.01.2017
Riesenwirbel um Nicht-Einsatz

16.01.2017 - Blaulicht zuckt rund um den Flutkanal. Straßensperren werden errichtet. Das Technische Hilfswerk karrt ein Boot der Wasserwacht heran. Suchhunde laufen los, der Rettungshubschrauber kreist. Das Treiben rund um das mittlere Wehr am Samstag sorgt für
mächtig Aufsehen in der Stadt. Dabei ist alles doch nur Teil eines Drehbuchs.

Ton an, Kamera ab, Klappe – und Action heißt es am Samstag ab 16 Uhr am Flutkanal. Denn die Lage nach dem Notruf unter 112 bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz scheint ernst. Eine Person wird vermisst. Sie könnte wegen des Schnees am Ufer in den Flutkanalgerutscht sein. Am Ende rotieren etwa 100 Rettungskräfte vor den neugierigen Augen von knapp 50 Passanten und unter den professionellen Blicken der Film-Crew. Schließlich wird hier gedreht. Die Aufnahmen sind Teil des neuen Image-Films der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz.

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Mit Sicherung um die Hüften und Mikrofon vor der Nase: Aufs Eis des Flutkanals begaben sich am späten Samstagnachmittag die Rettungskräfte. Das sorgte für mächtig Aufsehen in Weiden. Doch Grund zur Sorge bestand nicht. Die Aktion war Teil von Dreharbeiten für einen Image-Film, den die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz am 3. November veröffentlichen will.

Premiere im November
Der etwa zehn- bis zwölfminütige Film entsteht anlässlich des 40. Geburtstages, den die Leitstelle am 3. November in der Max-Reger-Halle Weiden feiern wird, erklärt Jürgen Meyer, Ideengeber des Films und stellvertretender Leiter der ILS. 35 Jahre gibt es dann die alte Leitstelle, fünf Jahre die ILS. Und damit feiert auch der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz 40. Geburtstag. Ein guter Anlass, um nochmals zu verdeutlichen, was ein Notruf (Telefon 112) alles in Bewegung setzt. Das Filmmaterial soll aber nicht nur das Jubiläum versüßen. Später wird es als Unterrichtsmaterial in Erste-Hilfe-Kursen oder der Ausbildung von Rettungskräften eingesetzt, sagt Meyer. Zurück zum Flutkanal. Hier setzt sich gerade eindrucksvoll die umfangreiche Rettungsmaschinerie in Gang. Mitglieder der Bergwacht seilen sich vom Geländer ab. Suchhunde der BRK Rettungshundestaffel nehmen die Fährte auf. Mitglieder des Kriseninterventionsteams und Notfallseelsorger stehen bereit. Der Technische Dienst sorgt für warme Zelte. Betreuungsdienste geben an „besorgte Angehörige“ heißen Kaffee aus. Derweil hievt das Technische Hilfswerk das Boot der Wasserwacht von der Ladefläche des Lastwagens. Auch das neue, blaue Polizeiauto und die Beamten in blauer Uniform fallen ins Auge. Der Rettungswagen des Roten Kreuzes steht bereit, Christoph 80, der Rettungshubschrauber, kreist. Und schließlich naht das Happy End: Die vermisste Person ist gefunden.

Film ab auch in Waldsassen
Es handelt sich um einen von Schauspielern des Landestheater Oberpfalz, die beim Film mitwirken. Sie und alle Rettungsorganisationen beteiligen sich auf eigene Kosten an den Dreharbeiten, verrät Meyer. Ansonsten wären hierfür mehrere zehntausend Euro fällig. Im Gegenzug dürfen alle Beteiligten den Image-Film vorab bei einer Kino-Preview begutachten. Dort wird auch ein Zimmerbrand in Waldsassen für Aufsehen sorgen. Die Dreharbeiten dazu fanden am Freitag in Häusern der Kewog, der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, statt, die bald einer Bebauung mit Mehrfamilienhäusern weichen sollen. „Die Pyrotechnik dort war der Hammer“, lobt Meyer und dankt auch den weiteren 100 Rettungskräften, speziell den Feuerwehrleuten, die dort für die Löscharbeiten im Einsatz waren. Trotzdem ist der Film noch nicht im Kasten. Dreharbeiten wird es noch im März in der Notaufnahme am Klinikum sowie in der Leitstelle selbst geben. So öffentlichkeitswirksam wie am vergangenen Wochenende dürften die aber nicht ausfallen.

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Wasser marsch: Drinnen loderten in einem Haus in Waldsassen die Flammen. Deshalb rückten die Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutzgerät und Drehleiter an.


Weitere Eindrücke von beiden Drehtagen:

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